Events – Wiege-Zangen-Pokal verlässt Hildesheim in Richtung Hamburg

Am Karfreitag fand die fünfte Auflage des Wiege Zangen Pokals statt, diesmal ausschließlich indoor. Eingeladen hat die Hildesheimer Familie Wiege, die häufig auch den Sieger stellte (das Excel-Sheet scheint „biegsam“) 😉

Der Wiege-Zangen-Pokal soll in erster Linie Spaß machen und Geselligkeit verbreiten. Unsere Hildesheimer Sportkameraden wissen gut damit umzugehen 😀
Nur der Präsident schwächelte – „Vergnügungsverbot“.

Den Beginn machte ein Doppelkopfturnier. Gleich mein erstes Spiel habe ich als 98%-Solo versemmelt – dann eben „nur“ noch dabei…
Hernach wurden die 16 Teilnehmer in zwei Gruppen gelost, die sich abwechselnd bei Darts (501+301 einfach) und Tischfussball (4 Einzel und 7 Doppel – spontanes Teamwork war gefragt!) vergnügten. Mein Joker im Kicker-Doppel ging daneben, aber egal. Er muss zu Beginn auf genau eine Aktivität gesetzt werden, deren erreichte Punkte sich verdoppeln. Dafür konnte ich beim 501 als Erster auschecken – Glückspfeil – denn beim 301 schaffte ich die 9 in 9 Versuchen NICHT. Zuguterletzt nun endlich das von allen geliebte Blitzschach. Mit 4,5 Punkten habe ich das CH-System prächtig abgeschnitten. In der 1900er Gruppe war dann André Wiege eine Klasse für sich.

Den Pokal schnappte sich letztlich Jürgen de Voogt (früher: Schwetje), der heute in Hamburg ansässig ist und eine Anreise im Superstau hatte. Gemeinsam mit dem Ex-Svgler Andreas Hartmann, einem Blitz-Spezi vor dem Herrn, bin ich Siebter geworden – Nebensache!

Davor, dawährend, danach – stets lockten nicht nur Kaffee und Cola, sondern auch ein frisch angezapftes Bierfass, Ouzo sowie Kuchen, Suppe und Käse. Alles in allem habe ich einen wundervollen Abend mit netten Menschen verleben dürfen und komme gern im Spätsommer wieder! Danke an Matze und André für die Ausrichtung und Gastfreundschaft!!!

29. Osterblitz in Ricklingen – SFH „unterwegs“

Das Osterblitz in Ricklingen war mal wieder eine Reise wert – nettes Turnier mit Preisen in allen Gruppen, nette Leute, nette Gespräche, brauchbares Zockerschach (meist jedenfalls). Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass ich als einziger von 5 aktiven SFHlern ohne Preis nach Hause gegangen bin. Ohne Preis – selbst das nicht ganz richtig, denn Willi hat mich an seiner Beute teilhaben lassen – Merci 🙂

Hinter dem zwölffachen Dauersieger Izi konnten sich Martin und Tom platzieren – die ELO-Zahlen der Gegner lassen diese Leistung vielleicht nicht so toll erscheinen – aber die haben immerhin andere 2000er verdrängt, müssen also gut drauf gewesen sein. Andreas konnte das B-Finale gewinnen, Willi schnappte sich das D-Finale.

Drei unserer Ex-Mitglieder konnten zwei Preise erringen, wirklich erfreulich also. Der Abend klang für Martin und mich im Salz und Pfeffer aus – hat Potenzial zum Stammlokal 🙂

Vielen Dank an Ricklingen für die Ausrichtung. Ich freue mich schon jetzt auf den Gründonnerstag 2019!

Schach ist, wenn…

…nach sechseinhalb arbeitsreichen Stunden und Remisschluss beide Protagonisten der Meinung sind, sie hätten die Partie verloren. Deprimierend gewissermaßen und zu Recht übrigens, aber dazu später.

Unser Team II hatte gestern in der vorletzten Runde der Verbandsliga gegen die Schachtiger zu spielen, eine Mannschaft aus dem vorderen Tabellendrittel. Beide Mannschaften mussten fernreisebedingt auf ihre nominellen ersten Bretter verzichten. Ein munteres Spiel begann.

Marc übersah leider, dass er seinem Läufer alle Felder verstellt hatte und verlor diesen prompt. Technisch hochwertig folgte die Verwertung durch den Langenhagener Gegner.
0-1

Wer 1-0 führt, der stets verliert. Willi spielte eine offene Partie und hatte einen schönen Zwischenzug, der die gegnerische Stellung pulverisierte.
1-0 Ausgleich

Die übrigen Partien entwickelten sich auf Augenhöhe und zäh. Kleine Vorteile, mal hier ein wenig Raum, mal da ein besser entwickelter Klotz, aber alles (noch) nicht gefährlich.

Gerd wollte gegnerisches Gegenspiel verhindern und bog in eine Zugwiederholung ein.
1,5:1,5

Schlag auf Schlag remisierten Jörg und Martin vor der Zeitnotphase ihre Schwarzpartien.
2,5:2,5

Die letzten drei Partien hatten es auch nach vier Stunden noch in sich:
Günter hatte seinen Läufer auf g6 einsperren lassen. Die Zeit, die dessen Befreiung dauerte, nutzte der Langenhagener Spieler zu Druckaufbau gegen den unterentwickelten Damenflügel. Irgendwann stand ein weißer Bauer auf der siebten Reihe, später ein zweiter – Aufgabe.
2,5:3,5

Jürgen hatte (diesmal gambitfrei) eine dynamische Stellung aufgebaut. Im späten Endspiel konnte er sich einen entfernten Freibauern bilden bei gleichzeitigen Chancen gegen den offenen König. Sahe gut aus. Dann Abtausch ins Turmendspiel – sah auch gut aus. Dann Verlust des eigenen Freibauerns. Ab hier wurde es komisch. Rund 15 Züge später wurde es dann remis. Eine erste Achterbahn der Gefühle.
3,0:4,0

Dies galt auch für die Partie an Brett zwei. Ich (Uwe) hatte zum ersten Mal in dieser Saison die weißen Steine. Es ging gegen Bernd Grohmann, eine gut bekannte Paarung. Bernd ist ein netter Zeitgenosse, möchte stets gern gewinnen und kennt seine sehr solide-gefährlichen Eröffnungen wie seine Westentasche. In den ersten 20 Zügen gab es also nichts für mich zu holen. Ich agierte in komplexer Stellung zunächst sehr umsichtig, gestattete ihm dann aber doch Initiative, zu der Bernd sich nicht 2x bitten lässt.

Bei Zug 30 dann mein Fehlzug – der Springer zieht aufs falsche Feld und wird vom Turm geschlagen. Übersehen – mir rutscht das Herz in die Knie. Der folgende Generalabtausch lässt Dame Turm gegen Dame Turm entstehen, Minusbauer und offene Königsstellung inklusive. Eigentlich (m)ein Todesurteil, aber bei knapper Zeit findet Bernd die Verwertung nicht. Ich kann glücklich in ein Turmendspiel übergehen und bekomme mit dem geschaffenen Freibauern und Druck gegen die siebte Reihe Kompensation für den Minusbauern (oder sogar schon mehr?!).

Um Zug 50 dann das Remisgebot von Bernd, das ich aber nur für ein 4:4 annehmen darf. Doch die Tiger wollen gewinnen – und so muss ich weiterspielen – Ausgleich bei den Bauern. Ich finde ein paar tolle Züge, die dem Rechner nur ein Gähnen entlocken (allesamt locker Remis!), aber wir spielen ja eine praktische Partie, in der auch Bernd trickreich agiert. Und so wogt dieses Endspiel mehrfach zwischen Remis und Gewinn für mich. Das Ergebnis steht nach knapp 90 Zügen und ziemlicher Ermattung beider Spieler fest – und macht sie gewissermaßen beide unglücklich (siehe Einleitung). Ein Drama also!
3,5:4,5 vorbei und verloren

Ich freue mich dennoch schon auf nächste Partie mit Bernd. Es macht einfach Spaß, wenn beide auf Augenhöhe den ganzen Punkt suchen und gut was los ist auf dem Brett.

Gratulation an die Tiger, die im nächsten Jahr mal realistisch in Richtung Landesligaaufstieg gucken dürften. Wir selbst haben die Abstiegschancen von 5% auf 2% gedrückt. Das Ligaorakel wird schon am nächsten Sonntag neu kalkulieren.

Noch ein Glückwunsch geht an den Lister Turm, dessen zweite Vertretung den Aufstieg in die Landesliga schon jetzt perfekt gemacht hat und auch dort kein Kanonenfutter sein wird.

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Streich, Gerhard (SFH II) – Backhaus, Manfred (ST Langenhagen)
Verbandsliga Süd (8) Brett 4
11.03.2018
Weiß nach 22… Dg5-h6 am Zug

Remis! Warum? Siehe Kommentar!

Mögliche Varianten guckt ihr hier:

BLITZE im November

An diesem Wochenende hatten zwar die Ligen Pause, aber es gab zwei spannende – wenn nicht gar dramatische Turniere im schnellen Blitzschach (5+0).
… und die Schachfreunde waren dabei!

Am Samstag war Barsinghausen Gastgeber der niedersächsischen Einzelmeisterschaft. Unser Andreas Liebau hat sich mit Platz 7 von 23 Teilnehmern sehr gut geschlagen und ist auch gleich fürs nächste Jahr einen Platz auf Landesebene gesichert. Alle drei Qualifikationsplätze zur Norddeutschen Meisterschaft gingen nach Hannover. Hier im Bezirk wird offenbar sehr gepflegt Blitz zelebriert. Dritter wurde Felix Gerland, die beiden Top-Plätze waren erst nach vier Stichpartien vergeben (Torben vor Izi).

Heute fanden sich zehn 4er-Teams zur 2018er(!) Bezirksmannschaftsmeisterschaft bei Kargah ein. Die Spielstärke klaffte vom Anfänger bis zum Semiprofi. Eigentlich spielten je 5 Teams um die Plätze 1-5 und 6-10. Obere gegen untere Häfte war 8-0 ein häufiger Score. Wir hatten beinahe zwei Viererteams am Start, allerdings hatten weder Tom noch Gerd Ambitionen auf einen Schachwettkampf. Gerd lief immerhin als Papiertiger auf. Mit Inken und Willi hatten wir sogar zwei Fans – und wurden als Tabellenfünfter „nur“ Meister derer Herzen. Woran lags? Gegen den neuen Champion Lister Turm und 96 kamen wir mächtig unter die Räder. In Summe nur drei Brettpunkte zeugen von der Übermacht. Wer von uns dabei vorne/hinten spielt – egal! Gegen den Zweiten Rinteln hatten wir wie viele andere vorne nichts zu holen – 0 aus 4 gegen die Topscorer Plischki (17 aus 18) und Felix (16,5/18), hinten reichten 3,5 aus 4 nicht. Gegen Lehrte kam keiner von uns über 50% hinaus – das wäre vielleicht noch eine Möglichkeit für eine bessere Platzierung gewesen.

Unsere Scores aus 18 Partien:
Vorderes Paarkreuz: Andreas Liebau 11,5 und Bernd 8
Hinteres Paarkreuz: Uwe 13 und Jörg 12

Bemerkenswert war der Auftritt von 96. Mit drei Mannschaften angetreten spielten in einem Team vorn zwei sehr starke junge Frauen. Gegen das dritte Team gelang mir das Kunststück, mit Schwarz in 6 Zügen Matt zu setzen. Mein Tischnachbar war noch beim Händedruck…

Für beide Turniere sind zügige Online-Ergebnisse bislang Fehlanzeige. Kann man ob der Ehrenamtlichkeit verstehen, aber man ist heutzutage verwöhnt. Guckst Du beim Schachbezirk oder beim NSV.
Am Freitag geht es wieder um Blitz – in Linden und in der List.

Events – 10. Bata Illic Nacht

In einer Zeit, in der regelmäßige Vereinsabende der Vergangenheit angehören, macht sich in 2017 ein Trend breit, der sozusagen „back to the roots“ ist: Ich spreche von Privatturnieren. Der Faktor Spaß tritt in den Vordergrund – und das ist gut so! Dank guter lokaler Vernetzung war dies für mich die vierte solche Veranstaltung des Jahres – Nachmachen empfohlen!

Die Bata Illic Nacht lud in die Stadt Eldagsen ins Haus Aleric. Die Eldagser hatten an diesem Abend mehr Spieler mobilisiert als bei den meisten ihrer Mannschaftskämpfe. Mit einem stärkenden Mahl aus gebackenen Bohnen, Debreciner Würstchen, Paprika und selbstgebackenem Weißbrot wurde am Spätnachmittag die Grundlage für einen langen Abend bereitet. Der Titelgeber war nicht persönlich anwesend, drang aber zu jeder vollen Stunde mit seinem größten Hit „Michaela“ aus den Boxen. Dazwischen gaben Bata´s Wegbegleiter aus diversen Hit- und Schlagerparaden ihr Stelldichein. Grausam, dass mein Langzeitgedächtnis für jeden beliebigen der (gefühlt „einer von 80 Millionen“) Songs nicht nur den Refrain sondern sogar ganze Texte rauskramte. Ich sehe mich schon im Altenheim der Demenz zum Trotz 70er Jahre Schlager mitträllern – das will keiner haben 😉

Schach wurde auch gespielt, sogar exzessiv. Nach Tandem kam Tridem (drei gegen drei) mit Rutschsystem. Als Spieler in der Mitte muss man das Material seiner beiden Mitspieler schnell ein- und umsetzen – und dann noch geschickt rückverteilen. Unschlagbar bleibt da keiner. Quasi jedes Match bietet Tragödien oder Glücksmomente. Erschwerend lebte auch die Rivalität der Eldagser mit dem westlichen Nachbarort auf. So verweigerten einige Mitspieler standhaft die Annahme eines von mir zugeschobenen Springers… Lustig war es also allemal!

Das mitternächtliche Blitzturnier um den (virtuellen) Bata Illic Cup wurde dank guter Konzentration meine 100%ige Beute. Das abschließende Tandem „um die Weltherrschaft“ (im Süden des Deisters ein zum Abschied wohlbekannter Brauch) konnte ich zusammen mit Frank gewinnen. Den Gewinner der Sonderwertung „spät in der Nacht“ kann ich Euch nicht nennen – Frank wollte partout mein Chauffeur in Richtung Heimat sein. Den Vorräten nach könnte das Turnier jetzt noch laufen 😉

…und die Moral von der Geschicht´: Bewegt Euch, macht selbst was draus!

Events – Wiege-Zangen-Pokal bleibt in Hildesheim

Am letzten Samstag durfte ich daran teilhaben, mich in einer Art modernem Siebenkampf zu messen. Eingeladen hat die Hildesheimer Familie Wiege, die bislang auch fast immer den Sieger stellte. Man munkelte schon, dass das Ergebnis-Excel gar niemand sonst begünstigen kann.

Der Wiege-Zangen-Pokal soll in erster Linie Spaß machen und jede Menge Geselligkeit verbreiten. Bei Schachspielern ist das nicht zwingend ein Selbstläufer, aber unsere Hildesheimer Sportkameraden wissen gut damit umzugehen 😀

Den Beginn machte ein Doppelkopfturnier, dass André (natürlich Wiege mit Nachnamen) gewann und dank Joker in Führung ging. Hernach wurden die 14 Teilnehmer in zwei Gruppen gelost, die sich abwechselnd bei Torwandschießen (Rekord war 8 Treffer bei 20 Schuss – Weltklasse!), Darts (301 einfach) und Tischfussball (2 Einzel und 4 Doppel – spontanes Teamwork war gefragt!) vergnügten. Mit viel Glück hatte sich der Autor bis dahin in Führung absetzen können. Der Joker verdoppelte dabei meine Kicker-Punkte. Er muss zu Beginn auf genau eine Aktivität gesetzt werden. Disziplin 5 kam in Form von Grillfleisch und leckeren selbstgemachten Salaten einher. Danke an die Eltern der Familien(!) Wiege, die sich (eingewechselt für Unwissende) auch beim Doppelkopf eingebracht haben.

Als sechste Disziplin nun endlich das von allen geliebte Blitzschach. Mit 3:3 Punkten (vermutlich aber der besten Buchholz des Turniers) habe ich das CH-System mittelprächtig abgeschnitten, so dass es final zum getrennten Showdown kam. Max Raimann war einzig verbliebener Konkurrent um Platz 1 und musste die 2000er Gruppe gewinnen, mir reichte wohl ein vorletzter Platz im DWZ-1900-Blitz. Mit drei weiteren soliden Ex-2000ern schien aber diese Gruppe fast stärker zu sein als Maxes Finalgruppe. Ich verpasste jedenfalls mit 2/6 den Turniersieg und musste den Pokal in Hildesheim belassen. Dritter wurde der Ex-Svgler Andreas Hartmann, ein Blitz-Spezi vor dem Herrn.

Die siebte Disziplin lockte von früh bis spät in Form eines frisch angezapften Bierfasses aus einer südniedersächsischen Kleinstadt, „frischem“ Obstler sowie jeder anderer Menge Getränke für die Autofahrer. Alles in allem habe ich einen wundervollen Abend mit netten Menschen verleben dürfen und komme gern wieder, wenn nicht an Karfreitag, dann in einem Jahr! Danke an Matze und André!

Unsere Vereinsmeister 2017 – Herzlichen Glückwunsch!!!

Jaja, die Schachfreunde sind der etwas andere Verein…
Da es sonst keiner tut, muss mal ein normales SFH-Mitglied ran, die Ehrentafel der SFH zu erweitern und den diesjährigen Meistern zu gratulieren. Die Chronisten mögen notieren:

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Sieger der offenen Vereinsmeisterschaft 2017 wurde

Oliver Kiesewetter

von Hannover 96. Ein konzentrierter Start-Ziel-Sieg hat den Setzlisten-Dritten souverän in unseren Vereinsolymp befördert.
Ich konnte nur einer Partie beiwohnen. Die war ideen- und druckreich gespielt.
Oliver, meinen herzlichen Glückwunsch!

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3 Jahre – 3 Sieger: Vereinsblitzmeister 2017 wird

Martin Ploog

Regelmäßige Teilnahme und fehlende Ausrutscher sorgen für ein souveränes Ergebnis.
Martin, ich gratuliere Dir herzlich zum Titel!

Die Blitzmeisterschaft wird ab sofort nach Eventmodus ausgespielt, also vermutlich 2018 in einem Turnier.
Wem das ebenso wie mir nicht reicht, um in Form zu bleiben, der sollte sich den zweiten Freitag im Monat und meinen hannoverschen Heimatstadtteil notieren. cu – am Brett zählt 😀

Sonniger und munterer Saisonausklang – Jugend besiegt Erfahrung

Pünktlich zum Meldetermin betraten wir das gute Spiellokal der Delmenhorster, deren Souterain nach einem Wasserschaden trockengelegt werden muss, aber hoffentlich weiter zur Verfügung steht. Die „goldene Ananas“ stand auf dem Programm, da es für beide Mannschaften nur noch um die genaue Platzierung im vorderen Mittelfeld ging. Delmenhorst hat daher einigen Nachwuchsspielern die Gelegenheit eingeräumt, Oberligaluft zu schnuppern. Der Altersschnitt bei Delmenhorst mag 25 Jahre betragen haben. Bei uns kommen im Schnitt 3 Jahrzehnte drauf…

Der Reihe nach: Jürgen musste sich mit einem soliden Aufbau des Gegners auseinandersetzen, kein Risiko, also schnell Remis. Alle übrigen Spieler kamen gut aus den Startlöchern. Lediglich Gerd und ich schwächelten ein wenig.

Dann ging es los. Toms Gegner opferte einen Bauern für nachhaltige Initiative – Dynamik und Spannung garantiert! Bernd erzwang einen Qualitätsgewinn! Friedmar opferte seine Dame, was vermutlich eine Fehlentscheidung war. Andreas zerpflückte die Bauernstruktur vor dem langrochierten gegnerischen König (Saldo +1 Bauer).

Schließlich gelangen Gerd und mir Abwicklungen ins Unentschieden und Bernd gewann. Nun gerieten Friedmar (der Gegner spielte konsequent und gut) und Dennie (fatale g-Linie geöffnet) unter Druck, auch Tom geriet auf Abwege. So kam es schließlich, dass an den oberen vier Brettern nur ein Remis rauskam. Die Stellung von Andreas mündete in ein einseitiges gewonnenes Endspiel, wurde dann aber durch mehrere Ungenauigkeiten zum Remis verdorben, was der Gegner gut erspielte. Eigenes Zeitmanagement schien hier die Achillesferse.

Nun ja, 300 km auf dem Tacho und nur 3 Punkte geholt. Alles in allem dennoch ein guter Sonntag. Schließlich haben die beiden 8er Teams jeweils die Klasse gehalten. Der Aufstieg gelang heuer den sympathischen Oldenburgern, denen ich an dieser Stelle herzlich gratuliere. Der Lister Turm hat leider den Fahrstuhl nach unten in die Oberliga genommen und wird uns in der nächsten Spielzeit verprügeln. Gleiches droht uns durch den Aufsteiger aus der Landesliga Nord (Lingen), der mit mehreren Großmeistern durchspielt. Hameln ist ein doppelter Aufstieg gelungen, in die Landes- und in die Oberliga. Dazu auch an dieser Stelle meinen doppelten Glückwunsch!

Saisonfinale = Saisonstatistik
Unser Topscorer ist ganz klar Bernd mit 5,5 aus 9 Partien. Auch Dennie hat am zwoten Brett mit 4,5 aus 8 eine saustarke Saison gespielt! Jürgen und Andreas Liebau sind unsere unbesiegbaren Stammspieler.
An den hinteren Brettern haben wir wie vorgesehen mit zahlreichen Spielern agiert und (zu) viele Nullen kassiert. Verstärkungen, Umgruppierungen oder individuelle Sommer-Trainingscamps sollten Abhilfe schaffen können.

Denn: Ein Mittelplatz in der Oberliga ist auch in der nächsten Saison das angestrebte Ziel!

PS: Ein besonderer Dank gebührt Inken für die besondere und tolle Extra-Bewirtung unserer Heimspiele!

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Ergänzung durch Gerhard:

Schaut auf dieses Diagramm!
siehe Kommentar

Steffens, Oliver (SK Delmenhorst) – Streich, Gerhard (SF Hannover)

Steffens-StreichSchwarz am Zug

2,5 verloren, aber Oberliga gehalten!

An diesem achten Spieltag hatten wir mal wieder Heimspiel und eine echt gute Besetzung beisammen. Aus den Top-8 fehlte nur unser Edelreservist Reinhard. Kaffee und Kaltgetränke stand bereit. Inken hatte sogar noch belegte Brötchen für unsere Gäste vom SV Hellern angerichtet, die wie gewohnt von IM Carsten Lingnau angeführt wurden. Doch der Reihe nach: Gegen zwölf Uhr war ich mit der Eröffnungsausbeute im Mittel zufrieden: Zwar standen Friedmar gedrückt und und Andreas Herrmann pleite, dafür machten die offenbar besseren Theoriekenntnisse an den Brettern zwei und drei Freude. Zudem hatten Tom und Bernd, beide mit Weiß, Wunschvarianten auf dem Brett. Das passt leider nicht zum Endergebnis von 2,5-5,5. Was geschah also dazwischen?

Andreas remisierte eine recht ereignisarme Partie, wohingegen Friedmar am Spitzenbrett gegen den Profi-IM unterlag, der einige feine Züge zauberte. Die Stellung von Andreas Herrmann verschlechterte sich immer mehr. Zwischenzeitlich fehlten gleich 4 Bauern. Ich selbst spielte eine typische Brett 8 Partie: Es wogte hin und her – und war keinswegs perfektes Schach! Auch im Endspiel mussten beide stets auf der Hut sein – es endete schließlich friedlich mit Remisschluss bei KTBB-KTBB.

(P.S. das Analysezentrum List spricht nach erstem Check übrigens auch hier von einer ereignisarmen Partie in stetiger Remisbreite)

Bernd schwächte mit Sc4 seine Stellung doch zu sehr und geriet mit cleveren Zügen des Gegners schließlich chancenlos unter die Räder. Jürgen Böhm krönte seine Leistung vom Grenke Open (H-Zahl knapp 2300) mit einem Start-Ziel-Sieg gegen eine schottische Hauptvariante. Zwar langzügig erst im Endspiel, aber sehr souverän – Well Done! Dennie konnte im Mittelspiel mit einem Wenigerbauern nur im Trüben fischen. Das sah oft gefährlich aus, brachte aber nichts – und am Ende nur die Null. Thomas hatte mehrere Möglichkeiten fürs Spiel auf ein Tor, endschied sich aber an zwei Stellen falsch. Sein junger Gegner versuchte im Turmendspiel noch einmal alles, aber auch hier Remis.

Schön zu sehen, dass der SV Hellern mit einem gesunden Altersmix und talentierten Jugendlichen unterwegs ist. Wir haben den Klassenerhalt mittlerweile auch theoretisch gesichert, obwohl am letzten Spieltag noch der Tabellendritte Delmenhorst auf uns wartet.

Die Saisonplanung 2017/18 hat also bereits begonnen. Die Karten werden wieder gemischt!