Mit voller Kapelle zum Sieg im Nachholspiel

Im Nachholspiel der 6. Runde hatte es die Zweite mit den Schachfreunden aus Uetze/Katensen zu tun. Ulrich hat die Qual der Wahl, konnte selber aussetzen und musste noch Jürgen auf die Ersatzbank schicken.

Bei Willi am 8. Brett tauschten sich schnell relativ viele Figuren vom Brett, nach 2 Stunden kam das Remisangebot des Gegners.

0.5 – 0.5

An den Bretter 6 und 7 machte sich unsere nominelle Überlegenheit bemerkbar, hier sammelten Günther und Olaf Material ein uns führten die Partien souverän zum Sieg.

2.5- 0.5

An Brett 1 opferte Arthurs Gegner einen Bauern für Spiel, das reichte um die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Sicheres Remis mit Schwarz.

3.0 – 1.0

Auch Gerhard schien mir nie in Gefahr, sein Gegner, diese Saison selten am Brett, versuchte noch einiges, aber schlussendlich auch hier der Friedensschluss.

3.5 – 1.5

Den Siegtreffer schoss Uwe, dort begann das taktische Handgemenge bereits in der Eröffnung, aber Uwe behielt die Übersicht, verteidigte sich umsichtig und führte sein Mehrmaterial zum Sieg.

4.5 – 1.5

In meiner Partie gab mein Gegner früh das Läuferpaar, ich konnte aber nicht so richtig Kapital draus schlagen. In aufkommender, beidseitiger Zeitnot verpasste ich es dann meine Königsstellung so zu sichern, das ich meinen Mehrbauern in Spiel bringen konnte. Schade, wie schon letztes Saison ein verpasster Sieg gegen Uetze.

5.0 – 2.0

Den Schlusspunkt setzte Martin, er machte mit Weiß auch mit reduziertem Material Druck, konnte aber letztendlich im Damenendspiel nie einen entscheidenden Vorteil erringen. Das Remis zum Endstand von

5.5 – 2.5

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Heinemann, Andreas (SC Uetze-Hänigsen) – Streich, Gerhard (SFH II)
Verbandsliga Süd (6) Brett 5
11.02.2018
Schwarz am Zug

Stellung nach 15. Sf3xSe5

3 Gedanken zu „Mit voller Kapelle zum Sieg im Nachholspiel“

  1. Auch in der sechsten meiner sechs Partien in der Verbandsliga kam es zu einem sehenswerten Schlagabtausch. Mein Gegner hatte gerade meinen Springer auf e5 geschlagen (siehe Diagramm oben). Statt reflexartig den Springer mit dem d-Bauern zu nehmen – was nicht schlecht gewesen wäre –, entschloss ich mich, mit 15… Se4!? Pfeffer ins Spiel zu bringen. Mein Gegner reagierte cool, fand immer den stärksten Zug und so mündete das Scharmützel im 23. Zug in einem ausgeglichenen Endspiel. Die aufregendste Phase der Partie könnt ihr oben nachspielen. Im 46. Zug einigten wir uns auf Remis.

  2. Der Sieg liest sich ein wenig leichter als er war. In der Verbandsliga wird sehr wehrhaftes Schach gespielt.

    Das Ligaorakel gibt uns noch knapp 2% Abstiegschancen. Ruhige Fahrwasser scheinen erreicht.

  3. Jörgs Metapher bezüglich der „Vollen Kapelle“ lässt uns unwillkürlich ins Mekka der Deutschen Schachwelt blicken: Baden-Baden. Die Spitalkirche (siehe Bild oben) ist klein, aber dennoch groß genug, vielen Großmeistern Unterschlupf zu bieten. Inwieweit die lädierte Dame im Vordergrund den Frauenanteil unter Schachspielern und/oder das Ansehen von weiblichen Parteivorsitzenden symbolisieren soll, überlassen wir bis Aschermittwoch der Narrenzunft.

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