12 Gedanken zu „Apropos nichts“

  1. Mein Beitrag (siehe oben) enthält nichts. Nichts hören. Nichts sehen. Nichts sagen. Nullkommanichts. – Wir alle werden diesen Zustand erreichen. Früher oder später. Für diejenigen, die vorher aktiv am Leben teilhaben wollen, habe ich folgenden Tipp von Konstantin Wecker: Ob als Penner oder Sänger, Banker oder Müßiggänger, ob als Priester oder Lehrer, Hausfrau oder Straßenkehrer, ob du sechs bist oder hundert – Misch dich ein!

  2. Öh – ja?! Wie, warum, was? Meinst du jetzt was Spezielles? Zum Beispiel einmischen als Schach-Kiebitz, bei der Corona-Hysterie, dem Schachbund-Desaster… Oder wolltest du nur mal ganz allgemein die rückgratlose Tatenarmut im Postkapitalismus beklagen 😉

    1. Ich wollte bildlich darstellen, wie die Welt aussieht, wenn wir uns nicht mit ihr beschäftigen: leer. Stell dir vor, ich hätte in unserem Blog nicht über Jahre hinweg immer wieder neue Beiträge und Kommentare geschrieben, die zu Diskussionen angeregt haben. Unser Blog wäre entweder stinklangweilig oder längst eingeschlafen wie unser Twitter-Account.

      Unsere Gesellschaft ist gespalten. Es gibt die Einen, die sich einmischen, und die Anderen, die sich raushalten, aber davon profitieren, dass es die Einen gibt. Nun sind die Anderen darob nicht dankbar. Sie sind entweder gleichgültig oder werden aggressiv, wenn sie die Zusammenhänge nicht verstehen. Das ist in der Schachszene nicht anders.

      Meinen Beitrag habe ich nicht für die Aggressiven – die sind unbelehrbar – geschrieben, sondern für die Gleichgültigen. Mischt euch ein, und ihr habt mehr vom Leben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich viele von denen nicht trauen, weil sie befürchten, Nachteile zu erleiden. In der Familie, unter Freunden, unter Kollegen, im Sport oder auf ihrem Weg in den Himmel. Das Gegenteil ist richtig. Wer Rückgrat hat, wird anerkannt und sei es beim Blick in den Spiegel.

  3. Okay, okay, aber ich wähne hier noch andere Meta-Botschaften… Also übe ich mich mal in der Kunst des Gedankenlesens:

    1) Ich sehe es auch so, dass es wichtig ist, sich einzubringen, sich einzumischen und auch zu widersprechen, wenn es nötig ist. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass man sich immer und überall einmischen muss. Jeder Mensch hat andere Prioritäten, andere Dinge, an die er glaubt – die ihm wichtig sind. Während wir im Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut tendenziell alle aufgerufen sind, unsere Meinung zu sagen, stehen für mich die Querelen im deutschen Schachbund nicht ganz oben auf der Agenda. Ich weiß, dass dich (und viele andere Spieler) dieses Thema sehr bewegt, aber ich persönlich halte mich da raus. Trotzdem nehme ich für mich in Anspruch, ein kritisches und denkendes Individuum zu sein.

    2) Neben dem Thema, dem man sich persönlich widmet und verpflichtet fühlt, spielt für mich die Art der Auseinandersetzung eine Rolle. Als Administrator dieses Blogs will ich darauf achten, dass Diskussionen – bei aller sachlichen Härte – gewisse rote Linien nicht überschreiten. Diese imaginäre Linie ist bei persönlichen Angriffen überschritten. Wo die Linie genau verläuft, ist natürlich diskutabel, aber da irgendjemand darüber entscheiden muss, entscheide in letzter Konsequenz ich das. Aus meiner Sicht sind über 99 Prozent aller Kommentare hier völlig okay – und bei den restlichen 1 Prozent mische ich mich ein.

    Auch bei diesem übrig bleibenden einen Prozent (höchstens) bedeutet es nicht, dass ich „im Recht“ bin. Jeder darf sich streiten, solange er will, für Humanismus, gegen Intoleranz, für mehr Augenmaß in Vereinen und Verbänden. Aber es kommt manchmal der Punkt, wo solche „Gespräche“ besser von Angesicht zu Angesicht geführt werden müssen – statt in diesem Blog.

    Richtig Gedanken gelesen? Oder wolltest du auf etwas ganz Anderes hinaus, lieber Gerhard?

  4. Mal was ganz anderes, ganz im Gegenteil zu „a propos Nichts“.
    Wäre es nicht angebracht im Sinne der Bevölkerung zumindest den kompletten nächsten Spieltag sowohl auf Bezirks- als auch auf Landesebene abzusagen ?

    Im Sommer gäbe es noch genug Zeit diese nachzuholen .. und andere Sportarten (z.B. die Eishockey-Bundesliga) haben ihre Saisons gar vorzeitig beendet .. sei die Diskussion eröffnet ..

    Gerade in der aktuellen Situation ist das Zögern der Schachspieler mMn total unangebracht ..

  5. Apropos Troll

    Wer noch immer meint, einem Stänkerer mehr Sympathien entgegenzubringen als dem eigenen Weggefährten, verweise ich auf meine Worte in einem meiner letzten Kommentare: „Weitere Anläufe sind zu erwarten.“

    Die Anläufe hat es gestern Abend gegeben, kurz nachdem sich der echte Sven Hagemann gemeldet hatte. Es gab an dieser Stelle zwei Kommentare von „Corona“ (wie originell) mit zwei unterschiedlichen E-Mail-Adressen, die jeweils den Namen Sven Hagemann beinhalteten. „Setz mich endlich Matt“, war seine Botschaft. Das habe ich getan. Bis zum nächsten Anlauf…

    Diese Person schreckt vor nichts zurück, nimmt fremde Identitäten an und kopiert schamlos fremde Kommentare. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern unsere real existierende Netzwelt. Zum Glück sind das Ausnahmen, aber sie vergiften die Atmosphäre.

    Über den Kommentar des echten Sven Hagemann freue ich mich. Allein mir fehlt eine befriedigende Antwort.

    1. Der Troll hat wieder zugeschlagen, diesmal im wahren Leben.
      Da ich Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person hatte bin ich ab heute für unbestimmte Zeit erstmal unter Quarantäne gestellt worden.
      Der Troll hat seine Drohnung also wahr gemacht und mich vorläufig Schach Matt gesetzt ..
      Wir werden in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten ?? sehen ob es wirklich Matt war ..

      1. Trolle und Viren haben etwas gemeinsam: Sie sind ätzend. Unseren Troll sind wir vorerst los, und dich wird das Coronavirus in Ruhe lassen. Das verspreche ich dir. Solidarität ist derzeit mehr denn je gefragt. Wir sind eine Familie, auch wenn es hin und wieder kracht.

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