Demokratie oder Gottesstaat?

OK, ich habe in der Überschrift etwas dick aufgetragen, aber welche Organisationsform bildet eigentlich ein Schachverein? Meines Ermessens eine repräsentative Demokratie. Der Vorstand wird für zwei Jahre gewählt und darf dann machen was er will. Nur an die Satzung muss er sich halten. 

Ein Wahlprogramm gibt es meist nicht. Man ist ja schon froh, wenn sich jemand findet, der den Laden ordnungsgemäß leitet. Denn Geld gibt es nicht zu verdienen.

Mit Wahlprogrammen ist das natürlich auch so eine Sache. Die Grünen sind plötzlich für Waffenlieferungen in ein Krisengebiet, was vor der Wahl noch kategorisch ausgeschlossen wurde und der FDP-Finanzminister verteilt Geschenke an Auto- und Bahnfahrer. 

Auf der Jahreshauptversammlung berichtet zwar der Vorstand des Schachvereins über die Vergangenheit, aber was gilt für die Zukunft? Vielleicht sollte ich als einfaches Mitglied mal ein paar Fragen an den Vorstand stellen. Wie haltet ihr es eigentlich mit…

OK, ich sammle mal ein paar Fragen für die nächste Wahl:

1. Welche Beiträge sollen erhoben werden?

2. Wie oft finden Spielabende statt und an welchen Wochentagen?

3. Welche Trainings werden für Erwachsene angeboten?

4. Wieviel Geld stecken wir in die Jugendförderung. Werden Trainer angestellt?

5. Wie werden Mannschaften aufgestellt? Müssen untergeordnete Mannschaften Ersatz nach oben stellen? Wer entscheidet ob und wer als Ersatz gestellt wird? Gibt es eine zentrale Instanz, die Streitfälle klärt?

6. Gibt es Fahrtkostenersatz? In welchen Fällen und in welcher Höhe?

7. Welche Aufwandsentschädigungen bekommen Vorstand und Mannschaftsführer?

8. Wer macht die Homepage und was wird dafür gezahlt?

9. Wie machen wir Öffentlichkeitsarbeit und Werbung?

2 Gedanken zu „Demokratie oder Gottesstaat?“

    1. Hallo Jörg,
      der Text ist fast vereinsneutral und steht nicht in direktem Zusammenhang mit meinem derzeitigen Verein. Trotzdem hast du richtig erkannt, dass ich mit der Gesamtsituation nicht zufrieden bin. Was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich bezogen auf den Standort des Vereins auf der anderen Seite der Stadt wohne.

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