Halloween

Gern hätte ich euch heute zum Reformationstag über Reformen im Deutschen Schachbund berichtet. Tut mir leid. Da ist nix in Sicht. Die Fertigstellung des BER ist dagegen ein Schnellschuss geworden. Notgedrungen muss ich auf einen Volksbrauch zurückgreifen, den die Iren einst in die USA brachten: Halloween. Ursprünglich wollten sich die Gläubigen mit den gruseligen Verkleidungen vor den Seelen der Toten verstecken. Heutzutage dient das Fest der Kinderbelustigung. Gar nicht lustig sind Horrorclowns. Ein Exemplar verbreitet das ganze Jahr über Angst und Schrecken. Bei mir führt sein Anblick leicht zu Halluzinationen. Als ich vor ein paar Tagen einem Wisent begegnet bin, traute ich meinen Augen nicht. Guckt mal auf die Haarpracht zwischen dessen Hörnern! Zum Glück waren meine Ängste unbegründet. Der Wisent dachte sich seinen Teil…

19 Gedanken zu „Halloween“

  1. Ireland: Home of Halloween

    Ireland has celebrated Halloween for over 1,000 years. The ancient Celts called it Samhain, a celebration of the harvest and preparation for the winter. The Celts believed that at Samhain the souls of the dead would visit their homes and that those who had died that year would travel to the next world. Many modern Halloween traditions began during the Irish Samhain festival. Trick-or-treating dates back to when the poor would beg for food, called “soul cakes.” Large communal fires or “bonfires” were lite to ward off evil spirits and ghouls that visited on Halloween. After the communal fire, people would hollow out a turnip and carry and ember on their journey home. The Irish in America carved pumpkins instead because turnips were hard to find! The Celts believed the spirit world was closer to Earth at Samhain and that “puca”, fairies and other spirits visited the mortal world. They wore masks to disguise themselves from these visiting spirits: the original Halloween costumes! The Irish also forecast the future at Halloween, baking barm brack to tell people’s fortunes and roasting nuts to predict marriages. Emigrants to America in the 19th century brought Halloween with them. From there it spread to the rest of the world. Happy Halloween! Bain sult as oíche Shamhna.
    Department of Foreign Affairs and Trade, Ireland

  2. Irland: Heimat von Halloween

    In Irland wird Halloween seit über 1.000 Jahren gefeiert. Die alten Kelten nannten es Samhain, ein Fest der Ernte und der Vorbereitung auf den Winter. Die Kelten glaubten, dass in Samhain die Seelen der Toten ihre Häuser besuchen würden und dass diejenigen, die in jenem Jahr gestorben waren, in die nächste Welt reisen würden. Viele moderne Halloween-Traditionen begannen während des irischen Samhain-Festes. Trick-or-Treating geht zurück auf die Zeit, als die Armen um Nahrung bettelten, die „Seelenkuchen“ genannt wurde. Große Gemeinschaftsfeuer oder „Freudenfeuer“ wurden angezündet, um böse Geister und Gespenster abzuwehren, die an Halloween zu Besuch kamen. Nach dem Gemeinschaftsfeuer hoben die Menschen eine Rübe aus und trugen und glühten auf dem Heimweg. Die Iren in Amerika schnitzten stattdessen Kürbisse, weil Rüben schwer zu finden waren! Die Kelten glaubten, dass die Geisterwelt bei Samhain der Erde näher war und dass „Puca“, Feen und andere Geister die Welt der Sterblichen besuchten. Sie trugen Masken, um sich vor diesen besuchenden Geistern zu verbergen: die originalen Halloween-Kostüme! Die Iren sagten an Halloween auch die Zukunft voraus, sie backten Barm Brack, um den Menschen die Zukunft vorauszusagen, und rösteten Nüsse, um Hochzeiten vorherzusagen. Auswanderer nach Amerika im 19. Jahrhundert brachten Halloween mit. Von dort verbreitete es sich in den Rest der Welt. Fröhliches Halloween! Bain sult als oíche Shamhna.
    Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel, Irland

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

  3. Der Horror ist unter uns

    Beim Schreiben meines Beitrags habe ich im Internet nach Trump-Perücken gegoogelt. Dabei habe ich die Webseite von Kostüme.com aufgerufen. „Die Crazy Mr. President Perücke verleiht Ihnen in Sekundenschnelle die Haarpracht des amtierenden US-amerikanischen Präsidenten und eignet sich hervorragend für Karneval oder Fasching“, las ich dort. Jetzt kommt’s. Im Anschluss habe ich Conrad Schormanns „Perlen vom Bodensee“ aufgerufen. Ich war schockiert. Zwischen zwei seiner Beiträge war in Sekundenschnelle diese Crazy Mr. President Perücke platziert. Und zwar riesengroß! Solche Mechanismen sind mir nicht unbekannt, aber trotzdem erschreckend, wenn sie unerwartet kommen. Werden auf diese Weise die Wahlen in den USA beeinflusst?

    1. „Werden auf diese Weise die Wahlen in den USA beeinflusst?“ – Du bist jetzt wohl auch unter die Verschwörungstheoretiker gegangen, Gerhard 😉

      Das Einzige, was auf diese Weise beeinflusst wird, sind Googles Gewinne. Das ist allerdings schlimm genug. Diese Online-Verfolgung deutscher Verbraucher ist eindeutig verboten. Jedenfalls könnte ich euch damit langweilen, gleich mehrere Gerichtsurteile und Verordnungen aufzuzählen, die solchen Umtrieben einen Riegel vorschieben (wollen). Warum das de facto trotzdem passiert und welches Schlupfloch Google dabei ausnutzt, würde ich selbst gerne wissen. Vielleicht lässt es Google einfach darauf ankommen, weil keine Strafe so hoch wie die nun erzielten Extra-Schummel-Gewinne sein kann.

      Und falls dies doch ein perfider Wahlbeeinflussungsversuch dunkler Mächte (Deep State) sein sollte, war er wohl erfolglos. Die ersten Tendenzmeldungen aus der Oligarchie jenseits des großen Teiches machen Mut, dass der Möchtegern-Diktator seine Macht verliert.

      1. Gerhard wollte dir lediglich einen Kommentar entlocken. Dass Werbung den Zweck hat, Produkte besser zu vermarkten, ist wohl unbestritten, unabhängig davon, ob es um Präsidenten oder Gebissreiniger geht. Natürlich leben diejenigen davon, die die Werbung unter die Leute bringen. Das ist zunächst seriös. Unseriös wird es dann, wenn Daten abgefischt und zur Manipulation verwendet werden. Google & Co. sind mittlerweile über irdische Strafen erhaben. Das liegt an deren Machtposition. Dafür ist folgende Statistik hilfreich:

        US-Werbeerlöse Prognose ab 2021:
        Internet 60 % (2012 waren es 16 %)
        Fernsehen 24 % (2012 waren es 35 %)
        Die restlichen 16 % entfallen auf Mails, Radio, Magazine, Zeitungen und Sonstiges. Bemerkenswert ist der Niedergang der Zeitungswerbung. 2012 waren es noch 14 %, künftig liegt der Anteil bei 1 %. (Quelle Visual Capitalist)

        In dem von mir geschilderten Fall werden wohl mehrere an meinen Klicks verdienen. Vermutlich Google, Cornrad Schormann (das Geld gönne ich ihm), Wetter-Online (auch dort wurden und werden mir Perücken angeboten) und andere. Bezahlen wird der Perückenhersteller, obwohl ich mir dort nie eine Perücke kaufen werde. Bei der US-Wahl sieht das anders aus: Trump oder Biden bzw. Republikaner oder Demokraten oder Nichtwahl. Die Auswahl ist begrenzt. Stell dir vor, du hältst als Amerikaner im Internet nach einer halbautomatischen Waffe Ausschau und erhältst künftig ständig Wahlwerbung von Donald Trump, gleichwohl ob du dich für Hundefutter oder Klopapier interessierst. Was macht das aus einem wankelmütigen, unpolitischen Menschen?

        Kannst du dich an meinen Kommentar vom 9. November 2016 erinnern? Es war der Morgen nach der US-Wahl. Das war meine Einleitung:

        Ach du Scheiße!
        Das waren heute Morgen die ersten Worte meiner Frau, als ich ihr sagte, wer die US-Präsidentschaftswahl gewonnen hat. In all den Ehejahren gab es selten einen Anlass für mich, meiner Frau zu widersprechen. Heute schon gar nicht.

        Seitdem ist die Kacke am Dampfen. Möge die erbärmliche Regentschaft ein Ende haben!

  4. Wir können aufatmen!

    Der Horrorclown muss die Bühne verlassen. Zur Not muss er dabei fixiert werden. Ich mache jetzt eine Flasche Rotwein auf. Make America great again!

    1. Räumungsklagen sind aufwändig. Das kann dauern bis der raus ist.

      Und ich beibe dabei: George W. Bush war der Schlimmste. Er hat mit seinen Kriegen die Welt in Brand gesetzt. Der Lügner ist nicht so schlimm wie der Mörder.

      1. Es steht außer Frage, dass George W. Bush ein schlimmer Präsident war. Sein Vater war kaum besser und dessen Vorgänger Ronald Reagan auch nicht. Lauter Republikaner, die auch in Deutschland ihre Fans haben. Ich schätze, dass die Hälfte aller AfD-Anhänger ebenfalls Donald Trump gewählt hätte. Dass Donald Trump noch keinen Krieg angezettelt hat, macht aus ihm keine Taube. Was nicht ist, hätte noch werden können (z.B. Nordkorea, Iran, Syrien). In New York City wurde eine Mauer seiner Lügen (Wall of Lies) errichtet. 20.000 Lügen in drei Jahren. Von dummdreisten Absichten ganz zu schweigen; z.B. Grönland den Dänen abzukaufen.

  5. Die anderen Republikaner waren Teil des politischen Systems. Trump war Trumpist. Ihm jetzt zu unterstellen, er würde in Zukunft Kriege beginnen, ist mit der Unschuldvermutung (die du bei anderen Leuten hochhalten würdest) nicht zu vereinbaren. Ich hoffe, dass Biden Trumps Antikriegspolitik fortsetzt. Ansonsten kann er gerne andere Wege beschreiten.

    1. Von Unterstellung kann keine Rede sein. Ich habe meinen Satz im Konjunktiv geschrieben. Trump hat stets einen auf dicke Hose gemacht. Dass bei solchen Drohgebärden manchmal ein Funke genügt, um ein Feuer zu entfachen, ist hinlänglich bekannt. Ende 2017 stand die Welt am Rande eines Atomkriegs, als er sich gegenüber Kim Jung-un brüstete, dass sein Atomknopf größer sei. Die Kündigung des Atom-Abkommens mit dem Iran gehört zu den Machtdemonstrationen, die hochgefährlich sind. Man kann Trump zugutehalten, dass er sich von einigen seiner Hardliner getrennt hat; z.B. von Steve Bannon, sonst wären mancherorts die sprichwörtlichen Bomben geplatzt.

      Trump wollte lieber Golf als Krieg spielen. Daraus abzuleiten, dass er eine Antikriegspolitik verfolgt hat, ist verwegen. Der Mann war und ist unberechenbar. Wer stolz wie Bolle ist, weil er einen Demenztest bestanden hat, ist eine Gefahr für die Menschheit. Trumps Nichte, Mary Trump, hat dies in ihrem Enthüllungsbuch eindrücklich belegt: „Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf“.

      1. Der Konjunktiv macht es kaum besser.

        Nur ein Beispiel: (Hier stand ein schlimmer Vergleich im Konjunktiv). Ich nehme an, du hast auch mit solchen Konjunktiven kein Problem.

      2. Doch. Dein Kommentar ist der Gipfel der Unverschämtheit. Wir sollten die Diskussion an dieser Stelle beenden.

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