Mindestlohn für (Schach)-Sportler?

In den gestrigen Tagesthemen gabs einen Bericht darüber, ob Sportler jetzt auch den Mindestlohn von 8,50 € bekommen müssen. http://media.tagesschau.de/video/2015/0221/TV-20150221-2352-1201.webl.h264.mp4 Geklärt ist bisher noch nichts. Wahrscheinlich werden irgendwann die Gerichte eine Entscheidung treffen oder das Gesetz wird konkretisiert.

Für Ehrenämtler wie den Kassierer bedeutet das keinen Zusatzverdienst, denn Ehrenämtler haben keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Auch die Schachspieler, die schon jetzt kein Geld bekommen, können keinen Anspruch geltend machen. Lediglich diejenigen, die bereits jetzt fürs Spielen bezahlt werden, könnten einen Anspruch auf den Mindestlohn haben. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Rechtsanwalt.

Da erinnere ich mich an einen anderen Vorschlag des Geldverdienens, der vor einigen Jahren diskutiert wurde. Spitzenschachspieler sollten doch dafür bezahlt werden wenn schwächere Spieler ihre Varianten nachspielen. Wenn also Kasparov ein neues Opfer präsentiert könnte doch ein Oberligaspieler, der dieses in seiner Partie kopiert, dafür zahlen.

Was für ein Schwachsinn! Was ist eigentlich wenn Kasparov zufällig meine Variante nachspielt (ohne sie zu kennen). Und es wird sehr unübersichtlich wenn ich in einer Partie nicht nur den stärksten Zug finden muss, sondern auch darüber nachdenken muss welchen Zug ich mir leisten kann oder will. Ziehe ich die teure Carlsen-Variante oder doch lieber die kostenlose Freeware-Variante, die aber schwächer ist?

Ein tolles Betätigungsfeld für Patentanwälte, Abmahnanwälte, Moskau-Inkasso und Patenttrolle.

4 Gedanken zu „Mindestlohn für (Schach)-Sportler?“

  1. Das ist keine Satire. Der Vorschlag für Eröffnungsvarianten Patentgebühren zu bezahlen ist tatsächlich vor einigen Jahren gemacht worden. Ich weiß nur nicht mehr von wem. Es war aber eine seriöse Quelle und nicht der Postillion.
    Ich glaube ich habe davon in der Rochade gelesen (ist das eine seriöse Quelle?).

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