Ein Schild am Wörthersee

In der vergangenen Woche habe ich wieder Post vom Wörthersee bekommen:
SchoenblickSpätestens seit meinen letzten Kommentaren wisst ihr, dass ich dort 1996 am Casino-Open in Velden teilgenommen habe. Untergebracht waren meine Frau und ich im 4*-Hotel „Schönblick“. Das war also vor 18 Jahren. Seitdem erhalten wir Jahr für Jahr eine Karte mit der unmissverständlichen Aufschrift, dass wir willkommene Gäste seien. 18 Mal fruchtlos, denn Schachturniere in Velden sind passé und einen anderen Grund, dort hinzufahren, gibt es für uns nicht. Nun habe ich ein schlechtes Gewissen angesichts dieses liebevollen, dauernden und vergeblichen Werbens. Deshalb möchte ich allen Schachfreunden ans Herz legen, dort zu übernachten, wenn sie am Wörthersee Urlaub machen. Es lohnt sich wirklich. Hier ist deren Webseite: http://www.schonblick.at/

Nichtsdestotrotz stellt sich für mich die Frage: Warum buhlt die Hoteldirektion so unverdrossen um meine Gunst? Wer mich kennt, weiß, dass ich der Sache auf den Grund gehe. Insider nennen mich den „Sherlock Humbug“ unter den investigativen Bloggern. Meine Spurensuche war erfolgreich. Am Eingang des Hotels prangt ein Schild mit der Aufschrift: „Hier übernachtete der berühmte Namensgeber der PPP-Modelle.“ PPP-Modelle kennt ihr? Das sind die öffentlichen Bauprojekte, bei denen findige Investoren gutgläubigen Kommunalpolitikern ein Finanzierungsmodell aufschwatzen, das den Gemeinden unterm Strich teuer zu stehen kommt. Spaßbäder sind dabei besonders beliebt. Nun habe ich mir das Schild genauer angesehen. Was lese ich da im Kleingedruckten? PPP = Piefke Patzer Papageno. Im Klartext: „Hier übernachtete ein deutscher Fliegenfänger, der das Schachspiel nie und nimmer begreifen wird.“ Danke.

Ja, die Kärntner sind ein cleveres Völkchen. Die intelligenten Bayern (O-Ton Edi) wissen ein Lied davon zu singen. Die Bayern ließen sich bekanntlich von den Kärntnern eine Schrottbank andrehen, in der sie binnen kurzer Zeit womöglich 6 Milliarden Euro begraben haben: http://www.milliardengrablandesbank.de/ Mit dem Geld hätte Uli Hoeneß bis zum nächsten Triple weiterzocken können. Drahtzieher war ein Landeshauptmann namens Haider. Gegen einen Namensvetter spielte ich beim Casino-Open. Der hieß nicht Jörg, sondern Bernd. Mit einer petite combinaison“ gelang es mir, denselben völlig aus dem Konzept zu bringen.

Dr. Haider, Bernd (ELO 2275) – Streich, Gerhard

Casino-Open, Velden (8) 05.07.1996

Schwarz zieht an und gewinnt

Stellung nach dem 21. Zug von Weiß
Stellung nach dem 21. Zug von Weiß

21… Lxd4! 22.Lxd5 [22.exd4 Sxd4 23.Dd1 Sxf3+ 24.Dxf3 d4 25.Se4 Dg6 26.Txc7 (26.Tc6 Lxc6 27.bxc6 Te8 28.Te1 Dxc6-+) 26…Lxe4 27.Txf7+ Dxf7 28.Dxe4-+] 22…Lxd5 23.Sxd5 Dxd5 24.exd4? [24.Dxd5 Txd5 25.exd4 Txd4 26.Sb2 Sc5=+] 24…Dxb3 25.Txb3 Sxd4 26.Tb2 Sf3+ 0-1

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