Alter schlägt Jugend mit 5,5:2,5

In der Verbandsliga Süd liegt der Altersschnitt unserer 2. Mannschaft bei 59 Jahren. Das ist der Spitzenwert. Am anderen Ende der Skala liegt die 3. Mannschaft des SK Lehrte mit 25 Jahren im Schnitt. Beide Teams mussten heute gegeneinander antreten. Das Ergebnis ist eindeutig, wenngleich es etwas zu hoch ausfiel. Das lag an einigen überflüssigen Patzern auf Lehrter Seite. Symptomatisch ist meine Partie, dessen Ende ich euch gleich zeige. Mein junger Gegner hat bis zum 28. Zug stark gespielt und sich keinen Fehler geleistet. Die Eröffnung kannte er offenbar aus dem Effeff. Nach 20 Zügen hatte er durch das Inkrement noch keine Zeit verbraucht; ich hingegen hatte bereits eine Stunde meiner Bedenkzeit investiert.

Vorher möchte ich noch auf meine Partie aus der 1. Runde gegen Harald Kiesel eingehen. Unsere Eröffnung, die Seltenheitswert hat, wurde gestern in der 1. Bundesliga kopiert; und zwar von IM Ilja Schneider (SF Berlin) und GM Gennadi Ginsburg (SV Hofheim). Bis zum 9. Zug war der Partieverlauf identisch. Dann wich Schwarz mit 9… De7 ab. Harald Kiesel hatte 9… b6 gespielt. Nachdem Iljas kleiner Vorteil versandet war, endete die Partie ebenfalls mit einem Remis. Ich kann mir vorstellen, dass sich Ilja die Anregung für 4. a3!? in unserem Blog geholt hat. Schließlich gehört Ilja seit Beginn zu den Fans unseres Blogs. Und ich zu den Fans seines ehemaligen Blogs in der ZEIT. Das ist leider Geschichte.

Was darf Blog?

Aus gegebenem Anlass möchte ich diese Frage zur Diskussion stellen. Wir leben in einer Zeit der Social Media. Jeder kann zu allem seinen Senf abgeben. Vieles ist trivial; vieles ist verletzend. Deshalb halte ich nichts von Facebook, Twitter und dergleichen. Das Internet ist indes eine Chance, sich über Dies und Das nachhaltig Gedanken zu machen. Die meisten Schachvereine haben das erkannt und präsentieren sich entsprechend ihren Möglichkeiten. Die Schachfreunde Hannover haben einen speziellen Weg gewählt. Der beruht zum einen auf unseren Webmaster, der Beiträge und Kommentare zusammengelegt hat und andererseits auf meiner Person. Ich versuche, unsere Webseite so gut es geht mit Leben zu füllen, wohlwissend, dass ich damit nicht jeden Geschmack treffe.

Der Erfolg gibt es uns recht. In 5 Jahren wurden an dieser Stelle von mehreren Mitgliedern 410 Beiträge geschrieben, die über 2.200 Mal kommentiert wurden, und zwar von Schachfreunden, die in allen Ecken Deutschlands beheimatet sind. Täglich werden wir von mehr als 2.000 Schachfreunden angeklickt. Es gehört zu meiner Philosophie, möglichst offen über alles zu sprechen, was uns Schachspieler bewegt. Dabei würze ich meine Beiträge und Kommentare gern mit Satire. Die meisten verstehen und mögen meinen Stil, andere nicht. Die Alternative sind leere Seiten oder Langeweile.

Wer sich in unserer Medienlandschaft umsieht, wird feststellen, dass die Kommentare häufig unter die Gürtellinie gehen. Der damit verbundene Hass ist erschreckend. Gleichwohl benötigen wir in bestimmten Situationen ein Ventil. Das hat auch Herbert Bastian benötigt, kurz nachdem er als DSB-Präsident abgewählt worden war. Ich zitiere aus seinem Kommentar vom 29.05.2017 auf ChessBase:

Der neue Präsident ist ein idealer Repräsentant der inhaltlichen Ideenlosigkeit. Bösartige persönliche Angriffe gegen meine Person, die Idee des Schulschachs von der bisher eifersüchtig über ihre alleinige Zuständigkeit wachenden DSJ übernommen […] Eine Ehrung meiner Tätigkeit fand nicht statt, und warme Worte am Grab des soeben ermordeten sind Heuchelei.

Aus meiner Sicht ist sein Kommentar grenzwertig. Ich halte nichts von herabwürdigen Worten, was aber nicht dazu führt, dass ich mich jeglicher Kritik enthalte. Im Gegenteil, ohne den Austausch unterschiedlicher Standpunkte funktioniert unser Gemeinwesen nicht. Probleme werden nicht durch Schweigen behoben. Und deshalb verstehe ich nicht, warum über ein Thema, das uns alle berührt, – nämlich das Verhalten am Schachbrett – unter Freunden nicht anhand eines aktuellen Falles diskutiert werden darf.

Igor Belov (Hamelner SV) wollte und wollte seine Partie gegen Jörg Witthaus (SF Hannover) nicht aufgeben. Da ich die Szenerie beobachtet habe und diese bemerkenswert fand, habe ich darüber geschrieben und damit für manche (z.B. unseren Mannschaftsführer) ein Tabu gebrochen. In der Oberliga-Saison 2013/14 habe ich gegen Yannick Koch gespielt, als wir gegen Hameln antreten mussten. Im Mittelspiel geriet Yannick in eine Verluststellung. Er gab die Partie auf, obwohl noch viel passieren konnte. Diese Partieaufgabe habe ich damals wie heute als Charakterstärke von Yannick angesehen. Ist die positive Darstellung seines Verhaltens auch ein Tabubruch?

Wer sich nur für die nackten Ergebnisse interessiert, kann diese auf den Webseiten der Verbände nachlesen und ggfs. die Partien nachspielen. Wer mehr über das Zustandekommen wissen möchte, guckt auf die Webseiten der beteiligten Vereine. Je authentischer deren Berichte sind, desto besser.

Zum Abschluss möchte ich euch einen Kommentar vom 23. Oktober aus dem Hamelner Blog zeigen. Ist der erlaubt oder diskriminierend?

Tostedt? Alles gekaufte Söldner, die gegen Hannover verloren haben. Und vorn haben die Söldner nix Zählbares bewirkt – und hinten? Spielt da der Sponsor? Oder sind das normale Elo-Leichen? Ach, das packt ihr. MfG, Lothar

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Ergänzung am 1. November 2018 (siehe Kommentar):

Stadtsportbund Hannover

Es gibt Menschen, die haben ein Faible für Versammlungen. Ich gehöre nicht dazu, wenngleich ich zwischen zweckdienlichen Versammlungen und denen unterscheide, die vertane Lebenszeit generieren. Am Montag habe ich als Delegierter unseres Schachvereins eine Versammlung besucht, die sich als sinnvoll herausstellte. Es handelte sich um den 43. Ordentlichen Stadtsporttag Hannovers. SSB heißt der ausrichtende Verein, den ich bislang nicht richtig auf dem Schirm hatte. 373 hannoversche Sportvereine sind mit rund 114.000 Mitgliedern darin organisiert. Darunter sind 10 Schachvereine, womit deutlich wird, dass nicht jeder Schachverein automatisch dem SSB angehört.

An der Versammlung haben Delegierte aus 53 Vereinen und einigen Fachverbänden sowie geladene Gäste aus der Politik teilgenommen. Ob die Quote gut oder schlecht ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Unterm Strich waren es rund 120 Personen, die der perfekt organisierten Versammlung beiwohnten. 267 Stimmen, die von einer eigens gewählten „Mandatsprüfungskommission“ (Deutsche Gründlichkeit!) verifiziert wurden, galt es, zum Wohle der Allgemeinheit einzubringen. Die Zahl der Stimmen orientierte sich an der Vereinsgröße. Ich hatte eine Stimme. Die habe ich staatstragend eingesetzt.

Der Vorstand ist etwas in die Jahre gekommen, was dessen Engagement keinen Abbruch tut. Rita Girschikofsky heißt die resolute Präsidentin, die sich für zwei weitere Jahre wählen ließ. Dann geht sie in den Ruhestand, wie es der sympathische Vizepräsident namens Kohlstedt (mit e statt ä!) diesmal tat. Bei seiner Verabschiedung wurde er lyrisch, indem er Hermann Hesse zitierte: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“

Die Neubesetzung von Wolf Dietmars Posten sorgte für den einzigen Stress am Abend, weil sich zwei Kandidaten darum bewarben. Ansonsten wurde nahezu alles einstimmig verabschiedet. Diskussionen über Inhalte gab es nicht. Nach drei Stunden war die Veranstaltung gelaufen. 50 Minuten gingen allein für die Grußworte drauf. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok machte den Anfang. Dass er mich zuvor erkannt und gegrüßt hatte (siehe Jamiel-Kiez), hat mich gefreut.

Mein Fazit lautet: Die wichtige Arbeit des SSB wird an anderer Stelle gemacht (Sportstättenbau und –Unterhaltung, Betreuung von Ganztagsschulen und Geflüchteten usw.). Wir Schachvereine sind dabei ein Mosaikstein. Auch wenn der Eigennutz nicht ersichtlich ist, sollten wir Schachspieler mit unserer Präsenz einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten.

Übrigens gab es unter den Delegierten am Ende Unmut über die Nichtanwesenheit der Hannoverschen Presse. Ihr wisst schon warum. Über den Profifußball (explizit Hannover 96) werde in den Tageszeitungen bis zum Erbrechen schwadroniert, aber der Breitensport komme in der Berichterstattung zu kurz. Immerhin gab es heute in der HAZ einen kleinen Artikel über die Versammlung. Hoffentlich haben die 114.000 hannoverschen Mitglieder im SSB diesen wahrgenommen.

1:7 zum Auftakt in der Verbandsliga

Unsere Hoffnungen, die 1. Runde in der Verbandsliga Süd gegen den SV Laatzen unbeschadet zu überstehen, waren von vornherein gering. Unser komplettes Mittelfeld (Bretter 3 bis 6) war verhindert. So mussten die hinteren Bretter aufrücken, was dem Kräfteverhältnis nicht gut tat. Die routinierten Laatzener gewannen alle Partien vom 3. bis zum 8. Brett. An zwei Brettern war womöglich ein Remis drin. Aber es sollte nicht sein. Jürgen Reschke gegen Abdullah Celik (4) und Ulrich Wolf gegen Horst Ehlert (6) kämpften bravourös, mussten sich aber nach rund 6 Stunden geschlagen geben.

Anders sah es an den beiden ersten Brettern aus. Arthur Kölle erreichte gegen Patrick Lick mit Schwarz eine ausgeglichene Stellung, die einen Friedensschluss nahelegte. Ein bisschen mehr versprach meine Stellung, aber als mir mein Gegner, Harald Kiesel, das Remis anbot, nahm ich das nach kurzem Zögern an. Ein hoher Verlust unserer Mannschaft zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt bereits ab. Wie gewohnt zeige ich meine Partie im Anschluss. Die Eröffnung ist etwas für Liebhaber seltener Abspiele.

Streich, Gerhard (SFH II) – Kiesel, Harald (SV Laatzen)
Verbandsliga Süd (1) Brett 2
21.10.2018
Stellung nach dem 21. Zug von Schwarz

Remis

Mein Rechner attestiert mir an dieser Stelle einen Vorteil von ca. +1,00. Diesen in einen Sieg umzumünzen, hätte ich unter anderen Umständen gern probiert. Ein positioneller Vorteil bei ausgeglichenem Material ist jedoch kein Garant für einen Sieg. Schließlich hatte ich es mit einem starken Gegner zu tun. Den Verlauf der Partie könnt ihr euch hier angucken:

Mein Unterpfand zur Einheitsfeier

Kabarettisten werden häufig gefragt, ob sie glauben, mit ihrem Programm die Welt zu verändern. Die Antwort ist einhellig: „Nein, aber sie lässt sich so besser ertragen.“ So ähnlich geht es mir. Warum tue ich mir das an?

Weil ich etwas verändern will, sich etwas tun muss. An der Basis herrscht eine große Unzufriedenheit. Die Landesverbände wurden die vergangenen Jahre nicht mehr mitgenommen. Da kochte jeder sein eigenes Süppchen.

Ihr habt es sofort gemerkt. Das sind nicht meine Worte, sondern die unseres neuen DSB-Präsidenten Ullrich Krause (Quelle: Lübecker Nachrichten vom 15.06.2017). Seitdem sind rund 500 Tage vergangen. Wie schmeckt die Suppe heute?

Die Webseite der Norddeutschen Landesverbände wurde abgeschaltet, einer ehemaligen Lichtgestalt wird kriminelle Energie unterstellt, der 1. Vorsitzende eines Landesverbandes wird von einem Vorstandskollegen öffentlich als schlechtester Präsident aller Zeiten bezeichnet, in Sachsen-Anhalt treten lediglich drei Mannschaften zur Landesblitzmeisterschaft an, die Seniorenmannschafts-meisterschaften der Landesverbände verzeichnen eine Minusbeteiligung usw.

Ungenießbar!? Nein. Wir Schachspieler sind Kummer gewohnt. Jede Niederlage ist ein Schlag in die Magengrube. Gelassenheit statt Wutbürgertum ist das Rezept. Auf diese Weise wird aus einem Kampfhund ein Schoßhündchen:

Heute ist Mittwoch. Deshalb verzichte ich auf eine Sonntagsrede. Rückblickend betrachtet strahlt die Sonne von ganz allein:

2014 Einheitsfeier in Hannover vorher
2014 Einheitsfeier in Hannover nachher
2016 Einheitsfeier in Dresden

Wir haben die vergangenen vier Jahre überlebt. Und wir werden die nächsten Jahre überleben. Mein Unterpfand ist die Fantasie. Donald Trump hat sich in Kim Jong Un verliebt. Wer hätte das vor einem Jahr für möglich gehalten? – Die Einheitsfeier findet heuer in Berlin statt. Vergesst vorübergehend den grauen Alltag. Dieses Kinderkarussell auf dem Alexanderplatz möge eure Fantasie anregen:

Entspannt euch!

Ob es hier zur Okertalsperre ginge, wurde ich gestern von einem älteren Ehepaar gefragt. „Nein, das ist hier der Goetheweg“, antwortete ich. „Dann grüßen Sie ihn bitte, wenn er Ihnen begegnet“, war die freundliche Empfehlung des Mannes. „Das mache ich, Goethe ist ein alter Kumpel von mir“, entgegnete ich ihm schlagfertig und erntete Gelächter. Wenig später kam mir ein Paar entgegen, das offenbar aus Bayern stammt. Der Dialekt und die Grußformel ließen darauf schließen: „Grüß Gott!“ Sollte ich darauf die gleiche Antwort geben? Ich tat es nicht. Man tritt so leicht in Fettnäpfchen.

Womit ich beim Thema bin. Heute geht es nicht um überholte Turnierordnungen, an die sich Schachfunktionäre klammern wie Messis an Tageszeitungen aus Helmut Kohls Zeiten, nein, heute geht es um die deutsche Romantik. Da ist einerseits der sagenumwobene Brocken, der für uns Niedersachsen vor 30 Jahren unnahbar war, und andererseits ist da der deutsche Wald, der einen Stresstest nach dem anderen bestehen muss. Von beiden möchte ich euch ein paar schöne Bilder zeigen. Einfach so zur Entspannung. – Wusstet ihr, dass Fichten 500 Jahre alt werden können? So lange hält keine DWZ. Wenn wir nicht mehr sind, ist die DWZ wertlos. Anders verhält es sich in einem Naturwald. Der Tod eines Baumes ist ein Elixier für neues Leben, vorausgesetzt, wir Menschen greifen nicht ein. Ein besonders schönes Plätzchen im Wald – das wie gemacht ist für eine Schachpartie – zeige ich euch im Anschluss auf meinem letzten Foto.


DSenMMdL 2018 in Templin

Morgen werden die 27. Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände beendet. Für das niedersächsische Team sieht es diesmal nicht gut aus. Vor der Schlussrunde belegt es in der Altersklasse +65 mit 5:7 Punkten den 11. Platz unter 16 Mannschaften. Offenbar waren zwei unserer Spieler erkrankt und einer von der Rolle: Gerhard Kaiser (Hamelner SV). Lediglich ein Remis in 6 Partien ist auf seiner Habenseite. In der Vergangenheit war Gerhard bei seinen Einsätzen stets einer der Leistungsträger.

5,5 Punkte aus 6 Partien holte am 1. Brett FM Jefim Rotstein (NRW); mit einer Elo-Zahl von 2.315 die Nummer Eins der Rangliste. Heute gewann er glücklich gegen Karl-Heinz Jergler (Bayern 1). Das Ende der Partie habe ich zufällig live verfolgt. – Jefim Rotstein hatte eine Gewinnstellung erreicht. Allerdings stand sein König bedenklich, weil die weiße Dame zusammen mit dem weißen Springer für Gefahr sorgte. Es wurde unglaublich spannend. Die Partie wogte hin und her. Zwischendurch konnte sogar Weiß gewinnen. Mit 73. Sf8? statt 73. Sg5!! vergab er die letzte Remischance. Die Partie müsst ihr unbedingt nachspielen. Vor allem die Varianten, die nicht gespielt wurden! Wir steigen im 63. Zug ein:

Jergler, Karl-Heinz (Bayern 1) – FM Rotstein, Jefim (NRW)
DSenMMdL (6) Brett 1
15.09.2018
Schwarz am Zug


Ordnung oder Unordnung – Das ist hier die Frage

Wisst ihr, wie viele Turnierordnungen im Deutschen Schachbund gelten? Wer Lust hat, kann sie zählen. Nachfolgend habe ich alle aufgelistet; jedenfalls die, die ich im Netz finden konnte. Ihr müsst nur die jeweiligen Namen anklicken. Die führen als Link zu den Turnierordnungen. Die sind eine wahre Fundgrube. Mein Favorit ist die TO vom Bezirk Rhein-Wupper (NRW). Warum, erkläre ich in meinem Kommentar. Niedersachsen und die Norddeutschen Verbände habe ich vorangestellt, danach folgen die Landesverbände nach der Anzahl ihrer Mitglieder (Stand 01.01.2018).

Deutscher Schachbund 89.975 Mitglieder (Stand 01.01.2018)
1. Schach-Bundesliga
Oberliga Nord (veraltet, Website der Norddeutschen Landesverbände ist offline)

Niedersächsischer Schachverband 5.416 Mitglieder
Bezirk Hannover
Bezirk Braunschweig
Bezirk Südniedersachsen
Bezirk Lüneburg
Bezirk Oldenburg-Ostfriesland
Bezirk Osnabrück-Emsland

Berliner Schachverband 2.758 Mitglieder

Schachverband Schleswig-Holstein 2.403 Mitglieder
Bezirk Kiel
Bezirk Nord
Bezirk Ost
Bezirk West

Hamburger Schachverband 2.352 Mitglieder

Landesschachbund Mecklenburg-Vorpommern 1.111 Mitglieder

Landesschachbund Bremen 857 Mitglieder

Schachbund Nordrhein-Westfalen 18.020 Mitglieder
SV Ruhrgebiet
Schachbezirk Bochum TO Fehlanzeige!?
SG Dortmund
Essener Schachverband TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Emscher-Lippe
Schachbezirk Hamm
Schachbezirk Herne-Vest

Niederrheinischer Schachverband
Schachbezirk Bergisch-Land TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Düsseldorf  TO nur Jugendliche
Schachbezirk Duisburg
Schachbezirk Linker Niederrhein
Schachbezirk Wesel TO Fehlanzeige!?

SV Südwestfalen
Schachbezirk Iserlohn TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Oberberg TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Hochsauerland TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Sauerland
Schachbezirk Siegerland

SV Ostwestfalen-Lippe TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Bielefeld
Schachbezirk Hellweg TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Lippe TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Porta
Schachbezirk Teutoburger Wald-West TO Fehlanzeige!?

SV Münsterland
Schachbezirk Steinfurt TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Borken TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Münster TO Fehlanzeige!?

SV Mittelrhein
Schachverband Aachen
Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg
Kölner Schachverband
Schachbezirk Rur-Erft
Schachbezirk Rhein-Wupper vorbildlich!

Bayerischer Schachbund 16.176 Mitglieder
Schachbezirk Mittelfranken
Schachbezirk München
Bezirksverband Niederbayern
Bezirksverband Oberbayern
Bezirksverband Oberfranken
Schachverband Oberpfalz
Schachverband Schwaben
Schachverband Unterfranken

Schachverband Württemberg 9.346 Mitglieder
Bezirk Alb-Schwarzwald
Bezirk Neckar-Fils
Bezirk Oberschwaben
Bezirk Ostalb
Bezirk Stuttgart
Bezirk Unterland

Badischer Schachverband 7.846 Mitglieder
Bezirk Mannheim
Bezirk Heidelberg
Bezirk Odenwald TO Fehlanzeige!?
Bezirk Karlsruhe
Bezirk Pforzheim
Bezirk Mittelbaden TO Fehlanzeige!?
Bezirk Ortenau Geschäftsordnung!?
Schachbezirk Freiburg
Schachbezirk Hochrhein
Schachbezirk Schwarzwald
– Schachbezirk Bodensee Website Fehlanzeige!?

Hessischer Schachverband 7.149 Mitglieder
Schachbezirk Nordhessen
Schachbezirk Osthessen
Schachbezirk Lahn/Eder
Schachbezirk Main-Vogelsberg
Schachbezirk Frankfurt Handbuch 64 Seiten!
Schachbezirk Starkenburg
Schachbezirk Main-Taunus
Schachbezirk Rhein-Taunus
Schachbezirk Lahn TO Fehlanzeige!?
Schachbezirk Bergstraße

Schachbund Rheinland-Pfalz 4.744 Mitglieder
Schachverband Rheinland
Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel
Schachbezirk Rhein-Westerwald
Schachbezirk Trier
Schachbezirk Rhein-Nahe
Pfälzischer Schachbund
— Bezirke I bisVI ohne Website!?
Schachbund Rheinhessen

Schachverband Sachsen 3.861 Mitglieder
— Schachbezirk Chemnitz ohne Website!?
— Schachbezirk Dresden ohne Website!?
— Schachbezirk Leipzig ohne Website!?

Schachverband Sachsen-Anhalt 2.781 Mitglieder
Schachbezirk Dessau
Schachbezirk Magdeburg
Schachbezirk Halle TO Fehlanzeige!?

Thüringer Schachbund 2.078 Mitglieder
Schachbezirk Mitte
Schachbezirk Nord
Schachbezirk Ost Eine Seite!
Schachbezirk Süd TO Fehlanzeige

Landesschachbund Brandenburg 1.674 Mitglieder
– 15 Kreis- und Stadtbünde von Barnim bis Uckermark TO Fehlanzeige!?

Saarländischer Schachverband 1.031 Mitglieder

Die Affäre Jordan

Was hat den DSB-Präsidenten Ullrich Krause bloß geritten, aus einem ehemaligen Erfolgsmodell eine Schlammschlacht zu machen? Selbst wenn es stimmt, dass eine rasche Aufklärung vonnöten war, ist diese seitens des amtierenden DSB-Präsidiums stillos in die Öffentlichkeit gezerrt worden. Da der Skandal in den einschlägigen Fachmagazinen sowie sozialen Medien rauf und runter diskutiert wurde und wird (allein 48 Kommentare bei den Schachperlen vom Bodensee), ist euch die Sachlage vermutlich bekannt. Eigentlich wollte ich mich aus dem Thema heraushalten. Der Artikel „Keine Zusammenarbeit mehr mit Dirk Jordan“ in der neuesten Ausgabe von Otto Boriks Schachmagazin 64 hat mich jedoch veranlasst, mit diesem Beitrag mein Befremden über die Präsidentschaft im Deutschen Schachbund auszudrücken.

Der zuvor genannte Artikel im Schachmagazin 64 stammt von Hartmut Metz. Der Artikel ist sachlich geschrieben, verschweigt indes die Rolle desjenigen, der den Skandal aufgedeckt hat: Dipl.-Ing. Ossi Weiner, seit Ende 2017 Geschäftsführer der DSB Wirtschaftsdienst GmbH. Dessen nassforschen Kommentare widerlegen unseren Werbespruch: Nette Leute spielen Schach.

Das Gegenteil von nett ist seine arrogante Antwort im Schachticker auf eine Stellungnahme vom ehemaligen Vizepräsidenten des DSB und amtierenden Präsidenten des Badener Schachverbands, Prof. Uwe Pfenning, u.a. mit folgenden Worten: „Offensichtlich hat der gute Mann keinerlei Sachkenntnis von der tatsächlichen Faktenlage.“

Dipl.-Ing. Ossi Weiner kenne ich nicht persönlich, aber ein Blick ins Netz zeigt, dass er bei der Wahl seiner Mittel nicht zimperlich ist. In einem Forum für Schachcomputer beschreibt ihn jemand mit diesen Worten: „Ein sehr harter Geschäftsmann, der ganz genau weiß was er will.“ Persönlich kennengelernt habe ich indes den amtierenden DSB-Präsidenten Ullrich Krause, seinen Vorgänger Herbert Bastian und Prof. Uwe Pfenning anlässlich der 1. Bundesvereinskonferenz 2017 in Berlin. Es blieb mir nicht verborgen, dass es zwischen dem damals amtierenden Präsidenten und dem Präsidenten in spe knisterte. Womöglich lösen sich jetzt die Spannungen. Den besten Eindruck auf mich hat Uwe Pfenning gemacht. Dass er von seinem Posten auf Bundesebene zurückgetreten ist, ist angesichts des derzeit rigiden Stils kein Wunder.

Wie geht’s weiter? Der Streit wird vermutlich juristisch ausgetragen. Er wird irgendwann mit einem Vergleich enden. Der DSB wird keinen adäquaten Ersatz für Dirk Jordan und sein ehemaliges Team finden. Die Schachszene in Deutschland wird ärmer. Ullrich Krause wird bei der nächsten Präsidentenwahl in seinem Amt nicht bestätigt. Sieht so eine bessere Zukunft aus?

Traurige Nachricht

Diese Nachricht erschüttert die Sportwelt: „Ehemaliger Radprofi nach Insektenstich gestorben.“ Radrennfahrer sind vielen Gefahren ausgesetzt, dass aber ausgerechnet ein winziges Insekt einen durchtrainierten Menschen umhauen kann, ist an Tragik kaum zu überbieten. Andreas Kappes ist nur 52 Jahre alt geworden. Ich hatte die Ehre, ihn kennenzulernen.

Um die Jahrtausendwende habe ich auf Mallorca zweimal an einem Trainingslager teilgenommen, bei dem Andreas meine Gruppe leitete. Das hat richtig Spaß gemacht. Wir waren die sogenannten „Speed-Fahrer“. Andreas verstand es, Tempo, Härte und Länge der Touren richtig zu dosieren. Unvergessen ist eine Tour, auf der es infernalisch regnete. Als wir losfuhren, war es trocken. In Selva setzte der Regen ein. Wir suchten Schutz in einer typisch spanischen Schankstube. Der Regen hörte nicht auf. Nach zwei Stunden entschlossen wir uns, trotz strömenden Regens aufzubrechen. Selva liegt am Fuß des Tramuntana-Gebirges. Bis zu unserem Hotel in Playa de Muro mussten wir rund 25 Kilometer zurücklegen. Wir nahmen die kürzeste Strecke; das ist die Schnellstraße zwischen Alcudia und Palma, die eigentlich für Radfahrer gesperrt ist. Andreas fuhr mit hohem Tempo voran. Ich an seinem Hinterrad. Hinter mir der Rest der Gruppe. Auf einer Strecke von rund 500 m war die Straße total überflutet. Wir mittendurch. Wir sind heil angekommen. Dank Andreas.

Gruppenbild aus dem März 2000 vor einem Hotel auf Mallorca

Andreas Kappes steht links neben mir.

Gestern war ich bei der Nacht von Hannover. Dort habe ich viele Weggefährten aus dem Radsport getroffen. Morgen findet die Nacht von Neuss statt. Andreas Kappes hat sie organisiert. Sie wird ohne ihn stattfinden. Die Erinnerungen bleiben.