Ein toller Tag in Berlin

Vor zwei Jahren hatte ich euch über Drei tolle Tage in Berlin  berichtet. Heute gibt’s von mir ein paar Eindrücke von einem tollen Tag, den ich gestern in Berlin erlebt habe. In zehn Sportarten wurden dort an diesem Wochenende die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Schach war nicht dabei, wenngleich es als Randsportart am Rande doch eine Rolle spielte. Dazu später mehr. Der Olympische Gedanke schwebte über allem, und das war gut so.

Berlin ist zweifelsohne wunderbar, obschon der Berliner wegen seiner sprichwörtlichen Schnauze an sich gewöhnungsbedürftig ist.

Gestern zeigten sich die Berlinerinnen und Berliner indes von ihrer besten Seite. Während Hannoveraner den Athleten meist dröge zuschauen, geizen die Berlinerinnen und Berliner nicht mit Applaus.

Am lautesten war es beim Frauenboxen im Kuppelsaal. Aber auch Triathleten, Leichtathleten, Moderne Fünfkämpfer und Bogenschützen wurden im Olympiapark angefeuert.

Besonders beeindruckt war ich von dem, was parallel zu den Finals im Sportpark geboten wurde. Der Landessportbund präsentierte sich mit einem Familiensportfest der Extraklasse. So etwas hatte ich in diesem Ausmaß zuvor noch nie erlebt. Schach durfte dabei natürlich nicht fehlen. Wer angesichts dieser Stellung nicht ins Grübeln kam, konnte sich anderweitig inspirieren lassen.

Dazu zeige ich euch in der Bildergalerie drei Möglichkeiten, die dem Nachwuchs geboten wurden: Fußball (Marco Reus aufs Hertha-Tor), Basketball (Dirk Nowitzki in spe mit Nachhilfe) und Weltraumtraining (à la Alexander Gerst). – Nichts geht jedoch über Frauenpower. Von den Finals bei den Leichtathletinnen seht ihr drei Schnappschüsse: 3.000 m Hindernislauf, Kugelstoßen und 400 m Lauf mit der Siegerin Luna Bulmahn, die aus Hannover kommt. 60 m vor dem Ziel lagen die Läuferinnen noch fast gleichauf.

Wenn das Volk glücklich ist, gibt’s im Kanzleramt keinen Grund zur Panik. Und so durfte die Abendsonne einen tollen Tag in Berlin stilvoll abrunden.

3 Gedanken zu „Ein toller Tag in Berlin“

  1. Arm, aber sexy

    Woran erkennt ihr, dass Wowereits Spruch auf die Berliner Schachszene zutrifft? Richtig. Das Geld hat nur für 63 Schachfelder gereicht! Für das Feld h8 musste die Grasnarbe herhalten. Ist das regelkonform? Handelt es sich etwa um ein exterritoriales Feld? Ist somit die kurze Rochade überhaupt zulässig? Fragen über Fragen. – Die stellten sich offenbar nicht auf den Tischen, die nebenan aufgebaut waren. Auf denen befanden sich ein Dutzend Schachbretter, an denen doppelt so viele Schachspielerinnen und Schachspieler saßen. Wenn das nicht sexy war!?

  2. Kontrastprogramm

    Als Kamerafrau bzw. Kameramann muss man nicht nur schwindelfrei sein, sondern auch in luftiger Höhe einen Schirm senkrecht halten können, damit aus diesem kein Fallschirm wird (guckt ihr oben). Wesentlich entspannter ist das Ablichten von entspannten Berlinern am Spreebogen, wenn man auf einer Fußgängerbrücke steht und keinen aufgespannten Schirm halten muss.

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