Tandem am Freitag, den 13.!!!

Freitag, der 13. – ein GRUSELfilm!
Tandem – das Fahrrad?

Mitnichten – gemeint ist eine Schachabart zwei gegen zwei. Beide bilden ein Team, je einer hat Weiß bzw. Schwarz. Schlägt einer seinem Gegner Bauern oder Figur weg, so stellt er sie NICHT neben seinem Brett bis zum Spielende ab. Nein, er reicht sie als „Geschenk“ an seinen Partner, der sie anstelle eines (ziehenden) Zuges einsetzen darf.
DYNAMIK & ACTION sind also angesagt. Eine gewonnene Figur zählt somit doppelt (oder weniger – mein Erfahrungsschatz).

Wir spielen um 19:30 Uhr im FZH Linden. Du brauchst keinen Partner mitzubringen, wohl aber Lust am Spielen.
KOMMET ZUHAUF!

16 Gedanken zu „Tandem am Freitag, den 13.!!!“

  1. Tandem Phrasen… 10 goldene Regeln

    1) Es muss IMMER die Zeit des Gegners laufen
    (Zeitvorteil! Aber nicht zu viel einstellen dabei…)

    2) Den letzten Zug vor Matt NICHT spielen!
    (Zeit weiterlaufen lassen – so lange kann Dein Partner noch gewinnen)

    3) FIANCHETTO verliert!
    (Da wären wir wieder bei Freitag, dem 13. – mit eingesetzten Bauern wirst Du auf der Grundlinie eingemauert, am Ende setzt ein Springer matt!)

    4) GAMBIT ist ok! – Solange DU es spielst
    (Im Gegensatz zur Normalpartie bekomme ich ja Material zum Einsetzen, kann also Deine Initiative eindämmen, meine Schwächen überdecken oder Dich angreifen.)

    5) ENDSPIELE können sooooo grausam sein!
    (Mit einer oder mehreren Figuren weniger und ohne Nachschub geht es hier oft gaaaaaanz schnell bergab!)

    6) MATERIAL – Balance egal, Fluss nicht!
    (Die Figuren müssen munter zwischen den beiden Brettern hin+her fließen. Hat einer alles, der andere nichts, so ergibt sich häufig 5)

    7) Hast Du mehr als 5 Steine zum Einsetzen: Tu genau dies, UNBEDINGT!
    (folgt aus 6) )

    8) Spiele mit ANALOGuhren
    (Digitaluhren sind ja soooooo langweilig, weil Du den 1-Sekunden-Vorteil ganz sicher erkennst)

    9) VORSAGEN – im Team erlaubt
    (Du spielst als 2-Mann-Team – brauchst Du Hilfe – fragen! Siehst Du was – sagen!)

    10) WÜNSCH Dir was!
    (Bist Du in Not oder gelangst mit einer bestimmten Figur zu Vorteil, dann SAG es Deinem Partner ganz schnell – er wird Dir helfen!)

    to be continued…

  2. Entscheidend war gestern natürlich „Auf dem Platz“

    Goldene Regel No. 1 bescherte mir ausschließlich Siege, und davon reichlich!

    Goldene Regel No. 2 – bzw. deren Missachtung – hat die übrigen 10% Partien beendet.

    quod erat demonstrandum!

  3. Tztztz – Du hast noch nie mit mir oder gegen mich im Tandem gespielt, gelle…
    „Auf dem Platz“ war übrigens die gewünschte WM-Phrase 😀

  4. Freitag der 12.!!!!
    In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Die Uhren glühen und die Figuren wandern von Brett zu Brett. Details könnt Ihr oben schmökern. Bei 12 oder mehr Teilnehmern lasse ich einen netten Preis springen. Gewinnen möchte den gewiss auch ein gewisser Gerd (der mit dem Kommentar…). Ich bin gespannt!

    Ein pünktlicher Beginn um 19:30 Uhr ist wichtig, daher kommt doch möglichst schon um 19:15 Uhr 🙂

    „Die Partie dauert 210 Minuten“ wäre meine Phrase anlässlich der Frauen-WM 😀

    1. Das ist ein ehrgeiziges Ziel: 12 Tandemspieler am Freitag, dem 12. Juni, bei 30° im Schatten an 6 Bretter zu binden. Dafür bedarf es der Hilfe von ganz oben. Dass auf die nicht immer Verlass ist, zeigt die Meldung des Tages, die uns aus Rom erreicht hat: Zwei Nonnen waren drei Tage und drei Nächte in einem defekten Personenaufzug eingesperrt. Ihre Gebete wurden nicht erhört. Hilfe kam indes von einer Putzfrau. Was lehrt uns das? Das Gute liegt so nah!

  5. Heute Abend ist es soweit: Tandem bis die Uhren glühen! Nachdem ich heute Morgen in der HAZ gelesen habe, dass Witze über Frauenfußball peinlich seien, weiß ich nicht, ob sich Uwe mit den 210 Minuten auf ein Minenfeld begeben hat. Witze über Frauenschach sind seit jeher verpönt, es sei denn, sie stammen von Nigel Short.

    Bis die Figuren kreisen, die Uhren glühen, und von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß, möchte ich euch die Zeit mit einem Blick ins Geschichtsbuch vertreiben. Wisst ihr, wann Tandemfahren das letzte Mal olympisch war? Es war 1972 in München. Könnt ihr euch an den Wettkampf erinnern? Nein?! Das mitfavorisierte bundesdeutsche Tandem Jürgen Barth/Rainer Müller rutschte im Viertelfinale gegen das polnische Tandem von der Bahn. Der Medaillentraum war damit geplatzt. Dagegen werden die Zeitgenossen sofort Bescheid wissen, wenn ich den „Spatz von Minsk“ (Olga Korbut) erwähne. Der Spatz (insgesamt 4x Gold) zeigte der Menschheit zum ersten Mal einen Salto auf dem Schwebebalken. Oder die Szene mit dem „Kran von Schifferstadt“ (Wilfried Dietrich) als er den Vierzentnerkoloss Chris Taylor (USA) auf die Matte legte. Wer es zu einem Beinamen gebracht hat, ist unsterblich. Wir Schachspieler denken sofort an den „Zauberer aus Riga“ (Michail Tal). – Unsterblich gemacht hat sich am letzten Wochenende die „Raute aus der Uckermark“. Die Menschheit wird dekarbonisiert. Wow! Das dauert zwar noch, aber ich habe schon mal eine Flasche Sekt kalt gestellt.

  6. Klarstellung: Fußballphrasen sind zumeist nicht witzig… und die obige bedeutet keinerlei solche oder irgendwie diskriminierende Äußerung zum Thema Frauenfußball. (Punkt!)

    Aber der 90-Minuten-Spruch ist einfach so abgedroschen, dass ich ihn auf den heutigen Abend anpassen musste 😀

  7. Ich muss noch einmal auf Fußball und Frauen zurückkommen. Gemäß § 11 des Rundfunkstaatsvertrags haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen. Ausgewogenheit in der Sportberichterstattung? Dass ich nicht lache! Da denkst du, die Fußballsaison ist vorbei, dann gibt’s noch eine Relegation und noch eine Relegation und noch ein Pokalfinale und noch ein Pokalfinale und noch ein Länderspiel und noch eine Europameisterschaft und noch eine Weltmeisterschaft und alles zur Primetime und alles eingebettet in ein unsägliches Fußball-Gesabbel von Experten und Expertinnen. Ausgewogenheit, nein danke! Die ARD sendet von heute Abend 20:15 Uhr bis morgenfrüh 4:48 Uhr ununterbrochen vom Fußball, erst von der U 21 EM in Tschechien, dann von der Frauen WM in Kanada. Pardon, dazwischen gibt’s 7 Minuten Tagesthemen und 5 Minuten Tagesschau.

    Nicht, dass ich etwas gegen Fußball hätte, Selberspielen macht Spaß und Gucken meistens auch, aber die Vielfalt des Sports wird somit zur Einfalt und wir Glotzer mutieren zu Einfältigen. Nun erwarte ich nicht, dass unser Tandem-Turnier live im Fernsehen übertragen wird, aber habt ihr z.B. in unseren Medien irgendetwas von der letzten Straßenweltmeisterschaft im Radsport mitbekommen? Wisst ihr, wo die stattfand? Nö! In Ponferrada (Spanien). Wisst ihr, wer Frauenweltmeisterin auf der Straße wurde? Nö! Pauline Ferrand-Prévot (Frankreich). Nie gehört!?

    Liebe ARD, liebes ZDF, ihr habt einen Auftrag. Erfüllt den bitte!

    Kein Neid, Frau Neid, aber jede Seelenverklemmung Ihrer Kickerinnen wird derzeit öffentlich behandelt. Dass der Sport ganz andere Dramen zu bieten hat, möchte ich euch anhand eines Youtube-Videos zeigen. Es ist eine Szene aus der besagten Frauen-WM auf der Straße. Ich habe die Berichterstattung live im Internet verfolgt, im Fernsehen war auf allen Kanälen tote Hose. Es gab einen Horror-Crash, der zum Glück glimpflicher ausging, als er aussah. Das Video ist nichts für schwache Nerven. Es soll nicht dem Voyeurismus dienen, sondern zeigen, dass die Sportwelt vielfältiger ist, als sie uns dargeboten wird. Die HAZ ist übrigens kaum besser. Die Straßen-WM der Frauen wurde mit keinem Wort erwähnt, geschweige denn von diesem Sturz berichtet.

    Apropos Frauen. Eine hat heute Geburtstag. Alles Gute, Ute!

    Hier ist das Video: https://www.youtube.com/watch?v=F-9Oc_Ko6g0

    1. Das der öffentliche Rundfunk seinen Auftrag überinterpretiert und zuviel Geld ausgibt unterschreibe ich sofort. Als damals Jan Ulrich von meinen Gebührengeldern eine Uhr von der ARD geschenkt bekam protestierte ich per Mail. Keine Behörde darf so mit Steuergeldern umgehen wie es ARD und ZDF mit den Gebührengeldern tun.

      Anderseits wo bekomme ich so günstig Pay-TV? Zugegeben die Gebühren sind auch nur deshalb so niedrig weil jeder zahlen muss. Verzichten könnte ich dann am ehesten auf den Musikantenstadl, königliche Hochzeiten und Wahlberichterstattung. Ok, Berichterstattung zur Wahl muss sein, aber mehrstündiges überflüssiges Politikergelaber brauch ich nicht.

      1. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erfüllt eine wichtige Aufgabe. Gäbe es nur private Rundfunkanstalten, wäre die Verblödung hierzulande noch größer. Insofern habe ich nichts gegen die Höhe der Gebühren. Wenn diese jedoch einseitig ausgegeben werden, ist Kritik berechtigt. Wobei das Geld sekundär ist, primär geht es um die Verpflichtung zur Meinungsbildung und Meinungsvielfalt. So steht es in der Präambel zum Rundfunkstaatsvertrag.

        Natürlich kann ich auf Musikantenstadl, königliche Hochzeiten und Politikergelaber verzichten, aber wir müssen tolerieren, dass es Menschen in unserem Land gibt, die anders gestrickt sind. Das gehört zur Vielfalt. Wenn wir den Musikantenstadl fast täglich und manchmal als Endlosschleife geboten bekämen, würde jeder sagen: Da stimmt die Ausgewogenheit nicht. Wenn es aber um Fußball geht, fügen wir uns dem Schicksal. Dabei gibt es so viele Sportarten und Sportveranstaltungen, die eine größere Aufmerksamkeit verdient hätten.

      2. Yeah! Statt „Börse vor acht“ gibt’s in der ARD den Schachhammer des Tages. Sozusagen der Hornbachhammer für Kopfnüsse. Zum Beispiel: Hammers Hammerverlustzug gegen Topalov gestern Abend in Norwegen oder noch schöner: Elisabeth Paehtz‘ Hammerpatt in totaler Verluststellung gegen Jurica Srbis (Kroatien) beim Mitropa-Cup in Österreich. – Die Vermittlung von immateriellen Werten statt den Fetisch Mammon zu bedienen wäre so einfach im Land der Dichter und Denker, und der Deutsche Schachbund hätte nach einem Jahr 5.000 neue Mitglieder.

  8. Jürgen Juhnke hat es übrigens vorgezogen, Hannover anlässlich des Tandemtermins zu verlassen. Das schien in den ersten Runden eine gute Idee zu sein. Zwei Großmeister brachen ihm offenbar folgenreich das Genick. 3 Punkte aus 7 Partien ist definitiv noch nicht die gewünschte Beute.

    Ich wünsche Dir Viel Erfolg in den letzten beiden Runden!

    Guckst Du…
    http://www.skpula.hr

  9. Heute gibt es einen doppelten Grund zum Gruseln. Wir haben Freitag, den 2×13.=26.

    Tätä tätä tätä! Gegruselt hat sich die Queen, als sie in Berlin Gaucks Danaergeschenk entgegennahm: Ein Gemälde mit Pferd. Es war zwar nicht das trojanische, dafür ein blaues mit unbekanntem König. Die Künstlerin heißt: Nicole Leidenfrost. Nomen est omen! Das gilt auch für diese Künstlerin: Katie Freudenschuss. Die heißt wirklich so: http://www.katiefreudenschuss.de/

    Zurück zum Sport. Heute berichtet die Neue Presse vom World-Naked-Bike-Ride. Vielleicht sollten wir Schachspieler diese Aktion als Vorbild nehmen. Tandem ganz ohne in einer gemischten Sauna oder so!?
    http://www.neuepresse.de/Menschen/Boulevard/Tausende-ziehen-blank-beim-World-Naked-Bike-Ride

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