Na bitte, es geht doch!

5,5 war die Summe der Brettpunkte, die die Erste in den Runden 4 bis 6 ergatterte.

5,5 Brettpunkte wurden am letzten Sonntag in einem einzigen Mannschaftskampf in Nordhorn geholt. Zu Recht wird auf der Homepage des Hamelner SV gefragt, was da denn los gewesen sei.

Die Hälfte des Schachfreunde-Achters begab sich bereits am Samstag gen Westen. In Lingen wurde zwischengestoppt, um beim heimischen Zweitligaspitzenreiter zu kiebitzen und sich inspirieren zu lassen. Anschließend wurde eine gemütliche Ecke an der Hotelbar gefunden und die gewissenhafte Vorbereitung für den nächsten Morgen konnte starten. Voller Energie durch das vorzügliche Frühstücksbuffet ging es dann auf die letzte Etappe Richtung Nordhorn. Dort warteten bereits die direkt aus Hannover angereisten Mannschaftskollegen und der Wettkampf konnte pünktlich starten.

In meiner Partie an Brett 7 sah ich mich mit einem altindischen Aufbau konfrontiert. Etwas zu schnell löste ich die Spannung im Zentrum, mein Gegner reagierte allerdings nicht optimal. In folgender Stellung gewinnt Lxd5 nicht nur einen Bauern, sondern auch zusätzlich noch eine glatte Figur.

18.Lxd5 exd5 19.Sf6+.. 20.Sxd5.. 21.Sf6 und der Läufer geht verlustig

1-0

Jörg an Brett 8 sah sich einem Königsindischen Angriff gegenüber. Den Angriff konnte er allerdings sehr schnell parieren und selber die Initiative übernehmen. Aus Gründen der Mannschaftsräson bot er Remis, was sein junger Gegner auch annahm

1,5–0,5

Bei Maltes Partie am dritten Brett habe ich wie immer nichts verstanden. Sein Gegner opferte erst eine Leichtfigur, es wurde viel gerechnet. Wenig später opferte er eine Zweite. Dann gab es noch ein Schach und die Partie war beendet.

Hier geschah 15. .. 0-0 und nach 16.Lxe4 war die erste Figur weg.

2,5-0,5

An Brett 4 stand Tom eigentlich die gesamte Partie über etwas in der Verteidigung. Kontrollierte Defensive hätte Otto Rehagel das wohl genannt, denn im richtigen Augenblick schlug er zu und konnte vermeintlich eine Figur gewinnen. Zumindest sahen das beide Spieler so und die Partie endete sofort. Nach kurzer Analyse zeigte sich, dass der Springer doch noch einen Rettungsweg hatte, allerdings wäre das entstehende Endspiel auch bereits leicht vorteilhaft für Tom gewesen.

28. .. Tf6 war der letzte schwarze Zug. Der Springer kann jetzt nach d8 hüpfen, da die Gabel auf f7 das materielle Gleichgewicht wiederherstellt.

3,5-0,5

Dennie am Spitzenbrett konnte nach sage und schreibe 6 Zügen einen Bauern gewinnen. Sein Gegner setzte alles auf eine Karte und initiierte einen Königsangriff. Dabei verlor Dennie allerdings die Übersicht und musste alsbald die Segel streichen.

Die Dame hat soeben von h5 aus einen Bauern auf e5 verspeist…

3,5-1,5

Bei Bernd an 2 war eigentlich lange Zeit alles ok. Er folgte einer Partie, die er bereits vor 27 Jahren spielte und erreichte Ausgleich. Beide Könige blieben in der Mitte, so dass die Berechnung jedes Zuges sehr zeitintensiv war. Sein holländischer Gegner spielte die Stellung allerdings extrem genau und konnte im entstehenden Endspiel entscheidenden Vorteil erringen.

3,5-2,5

Andreas war es dann vorbehalten, den entscheidenden Punkt für den Mannschaftserfolg einzufahren. Nach und nach sammelte er leichte Vorteile an, bevor er kurz vor der Zeitkontrolle den ersten Bauern gewann.

Txe6! gewinnt hübsch einen Bauern.

8 Züge später war die Partie beendet

4,5-2,5

Martin an Brett 6 stand lange Zeit ausgeglichen. Bei beiderseitig knapper Zeit meinte sein Gegner einen Bauern gewinnen zu können. Dieses erwies sich allerdings als Fehlkalkulation, so dass Martin am Ende mit einer Mehrfigur verblieb und die Partie wenig später endete.

5,5-2,5

Was war nun anders, als in den vorherigen Mannschaftskämpfen? Erstens haben wir unsere Chancen genutzt, als sie uns angeboten wurden und zweitens hatten wir natürlich auch endlich mal das nötige Quäntchen Glück, wenn wir es brauchten.

Mit nunmehr 4 Mannschaftspunkten sollten wir dem Abstieg entronnen sein, da Hannover 96 erneut deutlich verlor und ohne Punkte am Tabellenende verbleibt. Die restlichen beiden Spiele gegen Hellern und Delmenhorst werden wir trotzdem mit dem nötigen Ernst angehen, um auch theoretisch alles sicher zu machen.

3 Gedanken zu „Na bitte, es geht doch!“

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