Ohne Gegentor in der Wedemark

Am vergangenen Sonntag mussten wir mit der zweiten Mannschaft zum Aufsteiger in die Wedemark reisen. Bei uns fehlten Ralf-Axel und Manuel. Christoph, Benjamin, Günther und ich waren zum ersten Mal dabei.

Warum die Analogie zum Fußball in der Überschrift? Nebenan lief ein Jugendfußballturnier, da knallte der Ball schon mal gegen die Verbindungstür. Und die Betreuer gaben lautstark ihre Anweisung. Da sehnt man sich zu den ruhigen Stunden im FZH Linden zurück! 😉

Nach dem Start des Wettkampfes hatten wir fast an allen Brettern Feldvorteile, lediglich Günther und Christoph standen hinten drin. Das 1-0 schoss dann Thomas, der seinem Gegenüber erst einen Bauern und dann eine Leichtfigur abnahm. Sein Gegner hatte genug gesehen und holte seine Mannschaft vom Feld. Kurz danach erzielte Martin das 2-0, er nutzte die Stellungsfehler geschickt aus und sammelte nach und nach Material ein. Benjamin konnte aus der Position der Stärke Remis machen, Qualität gegen Bauern mehr, leider fand er denn Gewinnplan nicht. Richard landete in einem Damenendspiel mit Mehrbauern und führte dies souverän zum vollen Punkt. Damit waren schon 3,5 Punkte erreicht.

Zu Beginn der Zeitnotphase musste ich dann ins Remis einwilligen, nachdem ich die ganze Zeit am Drücker war übersah ich an dieser Stelle nach 27. .. Se4 den entscheidenen Einschlag:

28. Txd5! Txd5 29. Sxd5! und Weiß verbleibt mit einem Mehrbauern. Schade, in jeder Schnellpartie hätte ich es sicherlich gesehen. Auch Jürgen verpasste es den vollen Punkt einzusacken, irgendwann mal Kb1 um irgendwelchen Spießen aus dem Weg zu gehen und den gegnerischen König in der Mitte zu erlegen. Nachdem damit der Mannschaftssieg in trockenen Tüchern war, machte dann Günther Remis, sein Gegner fand keinen Plan um in seine Stellung einzudringen. Kurios verlief die Partie von Christoph: sein Gegner machte lange Druck und hatte schon entscheidenden Vorteil doch Christoph kämpfte sich zurück und landete sogar in einem gewonnenen Turmendspiel, das er dann nach über 5 Stunden dann doch nicht mehr gewann. am Ende ein sicherer 5.5 – 2,5 Sieg, der auch noch höher hätte ausfallen können.

Remis im Nachbarschaftsduell

Am vergangenen Sonntag spielte die Oberliga ihre zweite Runde. Zu Gast war unser wohlbekannter Nachbar aus Hameln. Wir mussten auf Jan verzichten, Hameln spielte mit der erwarteten ersten Acht. Unser Nachteil durch das Fehlern von Jan hofften wir durch die bessere Vorbereitung wett machen zu können. Außerdem nahm ich auf der Ersatzbank Platz, Ralf-Axel und Manuel rückten ins Team.

Nachdem ich gemütlich zuhause das Viertelfinale der Rugby WM zuende geschaut hatte machte ich mich als Kiebitz auf ins Kargah. Nach 2 Stunden ergab sich folgendes Bild an den Brettern:

Ich schätze unsere Chancen recht gut ein, -1 vorne, +2 hinten war meine Prognose. Doch die Bedenkzeiten waren an den Brettern teilweise recht ungleich verteilt, so daß noch einiges möglich war. Im Laufe der Zeit wurde meine Laune schlechter: Martin und Ralf-Axel standen schlechter, Manuel hatte sehr wenig Zeit. Der erste Lichtblick: Andreas gewann durch einen groben Verseher seines Gegners in Zeitnot. Dennie und Thomas bekamen Remisangebote welches sie beide annahmen. Bernds Mehrbauer war nicht umzusetzen und Manuel mußte aufgrund knapper Zeit Dauerschach geben.

3,0-2,0

Der Rest sah nicht so gut aus, Ralf-Axel mußte dann aufgeben, Martin stand auf Verlust, Tom auf Remis. Doch Toms Gegenüber fand im Doppelturmendspiel kein Konzept und verschlechtere seine Stellung zusehens. Tom fand hier den richtigen Durchbruch:

47. f6! und wenig später war der Punkt eingefahren. Nun spielte noch Martin, wie wir alle dachten, auf verlorenem Posten mit 2 Bauern weniger. Doch der Engine zeigt mir heute, das hier ein Remis drin war:

43. Kg3!! gleicht hier aus, die aktiven weißen Figuren sichern den Ausgleich. Aber am Ende wäre das wohl des Guten etwas zuviel gewesen. Insgesamt ein Remis, welches in Ordnung geht. Hameln hat nun schon 3 Punkte auf dem Konto, ein weiterer Sieg und sie sollten durch sein. Für uns ist der Weg zu 5 MP noch recht weit, aber auf jeden Fall erreichbar.

1 Brettpunkt mehr als letztes Jahr

Zum ersten Mannschaftskampf der neuen Saison trafen wir auf ein Topteam der Oberliga. Gegenüber der vergangenen Saison hat sich der Lister Turm nochmal deutlich verstärkt, gegen uns liefen vier Neue gegenüber der letzten Saison auf. Bei uns war nur Jan anstatt Malte am Start.

Dennie hat es an Brett 1 mit D. Abel zu tun. Mit Schwarz sicherlich keine leichte Aufgabe. Er opferte in der Eröffnung einen Bauern für Initiative, bis zum 25. Zug war alles soweit im Lot, doch dann konnte Dennes die Initiative ergreifen und seinen Mehrbauen in den vollen Punkt ummünzen.

0 – 1

An Brett 2 traf Jan auf ein neues Gesicht in Hannover: S. Walter wechselte aus Griesheim zum Lister Turm. Die Partie geriet nie aus dem Gleichgewicht, und endete im einem Turmendspiel mit je 4 Bauern.

0,5 – 1,5

Tom hatte es mit einem alten Bekannten zu tun, F. Buchenau. Er opferte einen Bauern und versuchte die Initiative an sich zu reißen, doch Frank nahm das Material cool mit und fuhr den Punkt sicher ein.

0,5 – 2,5

Bernd spielte gegen Carlsen-Bezwinger F. Hampel. Felix zeigte sich gut vorbereitet und war bereits nach der Eröffnung am Drücker. Bernd versuchte es mit einem Bauernopfer, die Stellung blieb unübersichtlich, aber ausgeglichen.

31. Td4? war hier der entscheidende Fehler, The1 oder Thf1 und die Partie ist ausgeglichen.

0,5 – 3,5

Thomas konnte seine Partie mit Schwarz nie vollständig ausgleichen und stand lange passiv. Ein Turmeinsteller beendet dann das Leiden.

0,5 – 4,5

Andreas spielte eine typische Andreas-Partie. Er zog schnell und setzte M. Hörstmann lange unter Druck, obwohl eigentlich nichts los war. Am Ende folgte dann der entscheidende Königsangriff und unser einziger voller Punkt.

1,5 – 4,5

Von Martins Partie gegen M. Gentemann kann ich nicht viel sagen. Er opferte einen Bauern um sich zu befreien und konnte sich in ein Patt retten.

Weiß spielte 45. a4? Txd6! rettet das Remis.

2,0 – 5,0

Ich hatte es wieder mit meinem Schiedsrichterkollegen J. Wolter zu tun. Nach unserem Kurzremis aus dem vergangenen Jahr wurde es deutlich lebhafter. Jens sprang mich in der Eröffnung direkt am Königsflügel an.

Mit 18… fxg3 brach er alle Brücken hinter sich ab. Ich reagierte erst einmal richtig, verpasste es dann meinen Springer von b1 zu entwickeln und konnte den schwarzen Druck nicht abschütteln. Doch Jens fand bei knapp werdender Zeit nicht den entscheidenen Gewinnzug.

Schwarz zieht hier und gewinnt. Es folgte jedoch 27… Sf5 und ich konnte in die dreimalige Stellungswiderholung entkommen.

Insgesamt ein verdienter Sieg für den Lister Turm der sich an allen Brettern gut vorbereitet zeigte.

Ilja Schneider gewinnt 24. Leine-Open

Nach einem Jahr Pause konnten wir dieses Jahr wieder, zum vierundzwanzigsten Mal, unser Leine-Open ausrichten. Da unsere alte Heimat, das FZH Linden dauerhaft belegt ist zogen wir ins FZH Ricklingen um. Auch die Bedenkzeit passten wir dem Zeitgeist an, was zudem noch den Vorteil hatte, dass das Turnier um ca. 90 Minuten verkürzt wurde.

Nach einem Jahr Pause weiß man nie, ob das Turnier noch gut angenommen wird. Da wir ohne Voranmeldung arbeiten waren wir mit der Teilnehmerzahl von 60 zufrieden. Kurz nach 10 Uhr konnten wir starten, für alle Teilnehmer war genügend Platz, und nachdem die Lüftung auf vollen Touren lief, auch ein brauchbares Raumklima vorhanden. Gleich in der ersten Runde gab es die erste Überraschung: Wulf Kunisch konnten seinem Vereinkameraden und Favoriten Ilja Schneider ein Remis abnehmen. Danach zogen die Favoriten ihre Kreise, in Runde 6 kam es dann zum voreintscheidenden Duell zwischen Ilja und GM Vladimir Epishin. Ilja spielte voll auf Sieg und konnte dann das Turmendspiel für sich entscheiden. Das war die Vorentscheidung über den Turniersieg: Ilja gab nur noch ein Remis ab, V. Epishin gewann den Rest seiner Partien.

Den Turnierverlauf könnte Ihr hier in der Fortschrittstabelle LO-2019-Fortschritt nachlesen. Als Schiedsrichter hatte ich wenig zu tun, lediglich einmal musste ich erklären, das auch ein umgedrehter Turm nur ein Turm und keine Dame ist. Danke an alle Teilnehmer für den fairen Verlauf.

LBMM: Wie ein schlechter Tag im Büro

Am vergangenen Sonntag fand in Oldenburg die diesjährige Landesblitzmannschaftsmeisterschaft statt. Dank genauem Lesen der BTO waren wir auch dabei. Wie die Überschrift erahnen lässt, lief es nicht so rund. Doch der Reihe nach:

Um 8.30 Uhr ging es gemütlich los um über die B6 bis Bremen und dann über die Autobahn nach Oldenburg zu gelangen. Mit dabei waren Jan, Tom und Bernd. Hier lies ich mich leider überreden an einem der ersten beiden Bretter zu spielen.

Pünktlich, wie alle anderen Mannschaften auch, sind wir dann im Haus der Jugend eingetroffen. Somit war klar, das 15 Runden a 2 Partien gespielt würden. Hier kamen erste Zweifel auf, ob es eine gute Idee war, nach Oldenburg zu fahren. 😉

Vom DWZ-Schnitt her waren wir das fünftbeste Team. Wir kamen recht gut ins Turnier – lediglich Tom hat etwas Startschwierigkeiten. Da er der Fahrer war wollen wir das mal entschuldigen. Bis zur Mittagspause verloren wir nur gegen die stark besetzte Nordhorner Mannschaft. Highlight direkt vor der Pause das 4-4 gegen Hameln I – nachdem wir die Hinrunde 0-4 verloren hatten konnten wir in der Rückrunde alle Partien gewinnen.

Nach der Mittagspause – wir waren vorne in der Schlange beim Bäcker – folgte eine unglückliche 3,5-4,5 Niederlage gegen den HSK Lister Turm. Von da an war bei mir die Luft raus, woraus weitere 3,5-4,5 Niederlagen gegen Oldenburg II und Wolfenbüttel resultierten. Um kurz vor 18 Uhr hatten wir es dann geschafft: am Ende Platz 8 und der erwartete Platz im Mittelfeld. Sieger wurde der HSK Lister Turm in der Besetzung T. Schulze, R. Hörstmann, M. Gentemann und U. Gabriel. Glückwunsch zu dieser souveränen Leistung, der bereits eine Runde vor Schluss feststand.

Unsere Ergebnisse im Einzelnen:

Brett 1: Jan 13,5 Punkte
Brett 2: Jörg 10,5 Punkte
Brett 3: Tom 17,5 Punkte
Brett 4: Bernd 21,5 Punkte

Noch ein Wort zur Ausrichtung, die ja schon an verschiedenen anderen Stellen diskutiert wurde. Seltsam war schon, das in der Ausschreibung „z.Zt. Haus der Jugend“ stand. Der Raum war dann zu klein für 32 Bretter plus Turnierleitung. Auch stand für die Herren nur 1 WC zur Verfügung. Getränke gab es nur Kaltgetränke, das Essen musste beim Bäcker oder in der Pizzeria in der 30-minütigen Mittagspause besorgt werden. Klar, man ist über jeden Verein froh der so ein Turnier ausrichtet. Auch vor Ort bleibt es dann meistens an Einzelnen hängen. Aber der NSV sollte bei der Vergabe ein paar Randbedingungen festlegen, gerade bei einem Turnier das 7 Stunden dauert und viele Teilnehmer lange angereist sind.

Ausgeschlafen in Wilhemshaven – knapp wars

Am vergangenen Sonntag durfte ich, dank meines dritten Platzes bei der BBEM, an der LBEM teilnehmen. Diese wurde dieses Jahr nach Wilhelmshaven vergeben. Da Wilhelmshaven nicht gerade in der Mitte von Niedersachsen liegt entschloss ich mich, zusammen mit meiner besseren Hälfte, am Vortrag anzureisen. Bei sonnigen 33 Grad konnten wir zumindest den Südstrand mit Marinemuseum etwas näher kennenlernen.

Ausgeruht ging es dann am näcshten Morgen an die Bretter. Neben wir waren bereits einige weitere Spieler am Vortag angereist, so war ich nicht der einzige ausgeruhte Spieler. Pünktlich, nach ein paar kurzen Worten von M. Langer ging es mit 22 Spielern los, 2 Spieler fehlten.

Die ersten Runden liefen gut, wobei ich in Runde 2 gegen T. Elbern einen Königsinder völlig verdarb und glatt auf Verlust stand. Doch eine Mattdrohung und zwei Fehlzüge meines Gegenüber drehten das Blatt. Nach 5 aus 5 gab ich gehen H. Mittelstädt das erste Remis ab. Danach folgt ein Remis gegen Titelverteidiger F. Hampel, aus vermutlich besserer Position bot ich Remis welches Felix dann annahm. Knackpunkt vor der Mittagspause war dann die Niederlage gegen das „Wunderkind“ aus Hameln, Andreas Poschadel. Mit 11 Jahren war er jüngster Teilnehmer. Ich hatte ihm mit Schwarz sauber eine Qualität abgenommen, sein König stand offen, doch dann stellte ich die Qualität zurück ein und seine Freibauern machten das Rennen. Die Partie hat er dann sauber zu Ende gespielt! Nach weiteren Niederlagen gegen A. Izrailev und B. Laubsch gab ich noch dummerweise zwei weitere Remis ab und die Luft wurde dünner, das Ziel des Ausfluges zu erreichen: Platz 8, die Vorberechtigung fürs nächste Jahr. Knackpunkt des Turniers war letztendlich die Niederlage gegen M. Eilert. In einem wilden Handgemenge hat ich ihm einen Turm abgeluchst, dann wurde dummerweise meine Dame von seinem Läufer aufgespiesst. Marius wurde abschließend Dritter, und ist somit für die Norddeutsche Blitzeinzel qualifiziert. Respekt und herzlichen Glückwunsch! Ich scheiterte knapp an Platz 8, punktgleich und nur durch die Zweitwertung, den direkten Vergleich, wurde ich Zehnter. Glückwunsch auch an Felix und Alexander die verdient die Plätze 1 und 2 belegten. Die Ergebnisse können im Einzelnen auf der NSV-Seite nachgelesen werden.

Schach vor 50 Jahren – von Gerhard Völpel

Anm. der Redaktion: Am vergangenen Wochenende meldete sich unser Ehrenmitglied Gerhard Völpel (Jahrgang 1933) bei mir und richtete seine besten Wünsche zum Vereinsjubiläum aus. Er schrieb einen Artikel zum Schach vor 50 Jahren, der hier nun nachfolgend unverändert erscheint.

Schach vor 50 Jahren

in der Schachvereinigung Hannover (SVH)

Vor 50 Jahren gab es die SF. Hannover noch nicht. Die nun schon seit Jahren unter diesem Namen fusionierten Vereine Sf. Badenstedt und Schachvereinigung Hannover waren noch selbständig.

Vor 50 Jahren gab es noch keine Schach-Bundesliga, Tigran Petrosjan war Weltmeister, der 25jährige Bobby Fischer verbreitete Furcht und Schrecken, und die Zahl der deutschen Großmeister konnte man an den Fingern einer Hand abzählen.

Niemand besaß einen Computer, es gab jedoch das Gerücht, daß der Exweltmeister Botwinnik an einem Schachcomputerprogramm arbeite. Daß uns jemals ein Computer schlagen könnte, erschien uns völlig unmöglich.

Das Ziel der SVH. war es, in die damals höchste Klasse, die „Spielgemeinschaft Nord“, aufzusteigen. So kam es im August 1965 in Neumünster zu einem denkwürdigen Aufstiegsstichkampf zwischen dem dortigen Schachverein und der Mannschaft der SVH. Um nicht nach den Strapazen einer langen Anfahrt antreten zu müssen, war man schon am Tag vorher am Spielort eingetroffen, wo. man nun am Abend vor dem Kampf noch ein Weile gemütlich beisammen saß. Die sehr Pflichtbewußten verabschiedeten sich gegen 22.00 Uhr aus der Runde, während einige, ungeachtet der zu erwartenden schweren Partie, leichtsinnig noch bis Mitternacht beim Bier ausharrten. Am anderen Tag ging das wichtige Aufstiegsspiel denn auch mit 3 : 5 verloren. Die früh zu Bett gegangen waren, gaben die Punkte ab. Im Jahr darauf gelang jedoch der Aufstieg.

Die „Spielgemeinschaft Nord“ war vor 50 Jahren eine relativ neue Organisation, in der die 9 stärksten Mannschaften aus Schleswig Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen zusammengefaßt waren. Sie war durch die Initiative des Schachklubs Hannover (HSK) entstanden, der weit vorausschauend erkannte, daß es eine Konzentration des Spitzenschachs geben müsse. Später entwickelte sich aus dieser Idee die heutige Bundesliga.

In der Spielzeit 1967/68 gehörten folgende Mannschaften dieser Spielgemeinschaft Nord an  SG. Kiel,  SV Lübeck,  SG. Hamburg,  Concordia (Palamedes) Hamburg, SK. Hamburg; SK. Bremen–Ost, SG. Neumünster  SK. Hannover,  SV Hannover

In dieser Spielklasse dominierte meist unser Nachbar, der SK. Hannover, während die SVH meist gegen den Abstieg kämpfte, leider oft erfolglos.

In der Saison 67/68 jedoch erreichte die Mannschaft nach 3 Siegen (5:3 gegen Concordia Hamburg, 4,5:3,5 gegen Neumünster und Kiel) und einem Unentschieden (gegen SK. Hamburg) mit 7:9 Punkten sogar den 6. Platz.

Mit 14:2 Punkten wurde der HSK norddeutscher Mannschaftsmeister und spielte anschließend in einer Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Zudem ergab sich in dieser Saison vor 50 Jahren sogar das Vergnügen, den für Kiel am 1. Brett spielenden weltbekannten, aber schon 72-jährigen Großmeister Fritz Sämisch im Punktspiel gegen die Schachvereinigung antreten und verlieren zu sehen. Ein Jahr später aber reichten erzielte 6 Punkte nur zum vorletzten  Platz,  der  den  Abstieg  mit 6 : 10 Punkten bedeutete.

Mit folgenden Mannschaftsaufstellungen wurden in diesen Jahren die Punktspiele bestritten:

1966/67:  1.Sachmann,  2. Völpel,  3. Spanier,  4. H. Brodhuhn,  5. Michel, 6. Bantleon, 7. Hincke, 8. J. Juhnke,  9. A. Friedrich,  10. Gigas

1967/68:  1. Völpel,  2. J. Juhnke,  3. H. Brodhuhn,  4. Spanier,  5. Bantleon, 6. Michel, 7. Sachmann, 8. K. Juhnke,  9. Hincke,  10. A. Friedrich

1968/69:  1. J. Juhnke,  2. Völpel,  3. Rosin,  4. Sachmann,  5. Spanier,  6. K. Juhnke, 7. Bantleon,  8. Michel,  9. H. Brodhuhn,  10. Hincke

Aufstellungsprobleme gab es damals kaum. Fast immer stand die komplette Mannschaft zum Punktspiel bereit.

Nicht einfach war es außerdem in dieser Zeit, die weiten Fahrten zu den Auswärts-spielen (z. B. nach Kiel, Lübeck, Neumünster, Hamburg) zu organisieren. Der Besitz eines Fahrzeugs war damals noch lange keine Selbstverständlichkeit, und es war nicht leicht, 2 PKWs für die Auswärtsspiele zu finden. Oft half dabei der gute Geist der SVH, der Kassenführer Erwin Unverhau. Der übergab einem der Mannschaft am Spielabend vorher seinen Autoschlüssel, gab den Standort seines Wagens an, und am Sonntagmorgen trafen sich dort vier Spieler und fuhren damit los. Abends stand das Fahrzeug. wieder an der alten Stelle. Die Benzinkosten betrachtete der Besitzer als seine  Privatangelegenheit.

Unvergessen bleiben auch die Einladungen, die Erwin U. bei Heimspielen durch den SVH-Mannschaftsführer an die jeweilige Gästemannschaft richten ließ. Auf seine Kosten gab es in unserem Heimspiellokal (1967/68 Gaststätte „Entenfang“ am Entenfangweg) für alle Beteiligten (Betreuer eingeschlossen) eine deftige Schlachteplatte  als  Belohnung  oder  Trost.

Allerdings durfte nicht bekannt werden, wer diese bezahlte. Die Vereinskasse hatte jedenfalls damit nichts zu tun.

Anzumerken ist jedoch, daß damals, vor fünf Jahrzehnten, das Niveau der Partien in allen Klassen etwas niedriger war  als  heute.  In  den  folgenden  Jahren  bewirkten u. a. die zahlreichen Werke spezieller Schachliteratur, immer stärker werdende Computerprogramme, das reiche Angebot an Turnieren aller Art sowie der Zuzug ausländischer Großmeister einen rasanten und erfreulichen Anstieg der Spielstärke auf allen Ebenen.

Was jedoch bis heute konstant bleibt, sind schöne Erinnerungen an sehr interessante schachliche Erlebnisse – nicht nur zu den Mannschaftskämpfen –  im Vereinsleben der Schachvereinigung Hannover

Mai 2019

Gerhard Völpel

Spielgemeinschaft mit Ricklingen!

Wir ihr vielleicht schon wisst, sind die Schachfreunde sind mit dem SK Ricklingen für die kommende Saison eine Spielgemeinschaft eingegangen.

Das gibt Spielern beider Vereine die Möglichkeit Ihrer Spielstärke gemäß eingesetzt zu werden. Also, meldet Euch bitte bei Ulrich oder mir wenn ihr (wieder) Lust habt für die Spielgemeinschaft aus SFH und SKR zu spielen!

Für Spieler des SK Ricklingen, die uns in der Oberliga verstärken möchten haben wir eine besondere Regelung gefunden. Da diese Spieler bei uns eintreten müssen, auf Ebene des DSB gibt es keine Spielgemeinschaften, sind sie bei uns beitragsfrei.

Bis Mitte Juni werde wir Gewissheit haben, mit wie vielen Mannschaften wir in welchen Ligen an den Start gehen werden.

Ich freue mich, von Euch zu hören!

70 Jahre feiste Fehler

Nein, das ist kein neues Buch von Robert Hübner, das soll ein kleiner Rückblick sein. Unser  Jubilär Gerhard feierte am gestrigen Sonntag seinen 70. Geburtstag!

Da Gerhard selbst immer für eine Spitze gut ist, habe ich diese Überschrift für einen Rückblick auf die letzten 6 Jahre hier im Blog gewählt. Was bietet sich an, aus den bisher 196 veröffentlichen Artikeln ein kleines Best Of zusammen zu stellen? Die frühen Jahre seines Schaffens sind in Olafs Beitrag nachzulesen.

Platz 1

Für mich ist der klare Platz 1 die Untersuchung und Prämierung der besten Webseiten der niedersächsischen Schachvereine.

https://www.schachfreunde-hannover.de/die-besten-webseiten-niedersaechsischer-schachklubs/

Platz 2

Der Artikel über Helmut Reefschläger findet nach seinem Tod auch überregional Aufmerksamkeit.

https://www.schachfreunde-hannover.de/helmut-reefschlaeger/

Platz 3

Die verkrusteten Strukturen im Schach und die nötigen Veränderungen sind öfter Thema bei Gerhard.

https://www.schachfreunde-hannover.de/ist-das-schach-oder-kann-das-weg/

Platz 4

Der Blick in seinen „Kiez“, tief verwurzelt in Linden, der Blick auf ein Straßenfest inclusive OB.

https://www.schachfreunde-hannover.de/die-strasse-lebt/

Platz 5

Auch an Satzungen und Turnierordnungen hat er seine Freude, der Artikel zum 01. April wurde vielleicht sogar manchenortens ernst genommen!

https://www.schachfreunde-hannover.de/die-spielberechtigung-wird-vereinfacht/

Das waren für mich die Höhenpunkte aus den vergangenen Jahren, der Artikel mit den meisten Kommentaren findet Ihr nochmal hier am Ende.

https://www.schachfreunde-hannover.de/dann-geht-doch-zur-wahl/

More to come?

Yes! Look at this (Ergänzung von Gerhard):

Ohne Worte
Finale des Radklassikers Eschborn-Frankfurt am 1. Mai 2019
Fronleichnam 2019 in Paderborn
Paderhalle von innen
Paderhalle von außen

 

Strohfeuer verflogen

Im letzten Heimkampf dieser Saison traf die Erste auf die Vertretung des SV Hellern. Während wir mit der Stamm-Acht aufliefen musste der SV Hellern mit 2 Ersatzspielern antreten. Der ELO-Vergleich zeigte einen leichten Vorteil für die Gäste. Doch „ELO-Zahlen spielen…„, ok, anderer Verein, ich hoffe ich verletzte keine Urheberrechte. Gruß nach Hameln.

Die erste Entscheidung fiel an Brett 5, Andreas stand im Altinder hinten drin, hat jedoch deutlichen Zeitvorteil. Bis zum 34. Zug war alles gut, dann der Fehler. Kurz danach war die Partie dabei.

0 – 1

An Brett 1 kämpfte Dennie gegen seinen übermächtigen Gegner. Er konnte mit Schwarz nie ausgleichen, der Druck wurde immer weiter erhöht. Letztendlich der sichere Punkt für Weiss.

0 – 2

Drittes entschiedenes Schwarzbrett: an Brett 7 konnte Thomas zwar bequem ausgleichen, im Mittelspiel fand er jedoch keine guten Plan und bot Remis an.

0,5 – 2,5

Martin konnte im Königsinder mit Weiß nichts herausholen, der schwarzfeldrige Läufer und die Bauern am Damenflügel setzten ihm zu. Irgendwann blieb Material liegen.

0,5 – 3,5

Maltes Gegner an Brett 3, stellt gerade, als er mit Weiß die Initiative übernahm, einen ganzen Turm ein. Malte wickelte dann ab, gab etwas Material zurück, verwertete seinen Vorteil aber sicher.

1,5 – 3,5

Meine Partie an Brett 8 war im Prinzip nie richtig aus dem Gleichgewicht. Mein Gegner konnte sich das Läuferpaar sichern, ich versuchte meine Springer zu aktivieren. Im 40. Zug hatten dann beide Spieler genug und man einigte sich auf Remis.

2,0 – 4,0

Bernd ist der Unglücksrabe der laufenden Saison. Eine Fehleinschätzung beim Übergang ins Endspiel kostete ihm eine Leichtfigur. Nächste Saison wird alles besser!

2,0 – 5,0

Tom spielte wie immer munter nach vorne, opferte einen Bauern für Angriff. Sein Gegner konnte jedoch alle Drohungen abwehren und spielte dann im Endspiel D+T+Bauern gegen D+T+Bauern mit einem Mehrbauern auf Gewinn. Im entstandenen Damenendspiel übersah er dann eine versteckte Idee um den Schachs der weißen Dame zu entgehen. Also Remis durch Dauerschach.

2,5 – 5,5

Zwischenzeitlich erreichte uns dann die Nachricht vom Tostedter Sieg gegen Hannover 96. Wir haben die Klasse gehalten!