Karl Marx der Schachspieler

Lasst euch nicht verwirren, das nachfolgende Briefmarkenset ist 50 Jahre alt. Heute geht es um Marx‘ 200. Geburtstag.

Die Beurteilung seines Lebenswerks ist nicht mein Ansinnen. Es geht um eine seiner Leidenschaften: das Schachspiel. Dazu möchte ich an einen Beitrag in unserem Blog erinnern, den ich dank Jürgen Juhnke vor 4 Jahren geschrieben habe:

https://www.schachfreunde-hannover.de/arbeiterschach/

Auch wenn die Schrift nicht leicht zu entziffern ist, solltet ihr euch die Mühe machen, nach unten zu scrollen und die Arbeiterschachzeitung aus dem Jahr 1933 lesen. – Im Internet habe ich eine Partie gefunden, die Marx 1867 gegen einen gewissen Meyer gespielt haben soll. Wenn das so stimmt, hatte Karl Marx durchaus Talent.

http://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1278768

Auf Zeit-Online hat Helmut Pfleger vor drei Jahren einen kleinen Artikel über Marx als Schachspieler geschrieben:

https://www.zeit.de/2015/45/spiele-schach-45

Ansonsten könnt ihr über Karl Marx denken, was ihr wollt, aber diesen Satz werden wohl alle unterschreiben:

4 Gedanken zu „Karl Marx der Schachspieler“

  1. Da sich die Software unserer Webseite ein wenig geändert hat, habe ich zu Testzwecken drei weitere Briefmarken angefügt. Die befinden sich jetzt in der sogenannten Gallery; müssen also zur Vergrößerung einzeln angeklickt werden.

  2. Es ist in der Schachliteratur seit langem bekannt, dass die Karl Marx zugeschriebenen Partien tatsächlich ein gewisser Mark Marks aus London gespielt hat – bis zu „Märchenonkel“ Helmut Pfleger hat sich das noch nicht herumgesprochen. Gegner in der (nicht erfundenen) Muzio-Gambit-Partie war der aus Anderten (sic!) stammende Problemkomponist H. F. L. Meyer, der die Partie anno 1871 in seiner Schachrubrik im „Gentleman’s Journal“ publizierte. Nachzulesen ist all das beispielsweise in Heft 3/2017 der Zeitschrift KARL. Wer nur googelt und sich so dem gedruckten Wissen verschließt, trägt zur Weiterverbreitung von Fake-News bei.

    1. Hans-Joachim Zero Points

      Auf deine ständigen Belehrungen (Klugscheißerei) kann die Schachwelt verzichten. Wenn du richtig gelesen hättest, hättest du bemerkt, dass ich in meinem Beitrag die Authentizität der Partie infrage gestellt habe. Dass Karl Marx zeitweise ein leidenschaftlicher Schachspieler war, kannst du der Arbeiter-Schachzeitung vom 14. März 1933 entnehmen. – Gedrucktes Wissen allein ist kein Indiz für die Wahrheit. Wer indoktriniert ist, nimmt das für bare Münze, was ihm eingebläut wurde.

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